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Demonstration-Hohenwepel

BI für Erhalt der Zuckerfabrik Warburg

Die Zuckerfabrik in Warburg soll schließen. Das gab die Südzucker AG bekannt. Viele Menschen in der Region machte die Nachricht der geplanten Schließung fassungslos. Auch die Mitglieder der BI Bördeland und des Bundesverbandes der Regionalbewegung können die Entscheidung nicht nachvollziehen. In Hohenwepel demonstrierten spontan über 500 Teilnehmer mit 200 Treckern für den Erhalt der Zuckerfabrik.

Zuckerfabrik wichtiger Arbeitgeber in der Region

Mehrere Betroffene riefen in der gemeinsamen Geschäftsstelle der beiden Borgentreicher Vereine an. Es wurde gefragt, ob gegen die Schließung noch etwas unternommen werden kann. Darauf gibt es keine einfache Antwort. Einen endgültigen Beschluss will der Aufsichtsrat der Südzucker AG am 25. Februar treffen. Vorher will sich noch eine Delegation um Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln, Landrat Friedhelm Spieker und die heimischen Abgeordneten Christian Haase (MdB) und Matthias Goeken (MdL) in der Südzucker-Zentrale in Mannheim für den Erhalt der Zuckerfabrik Warburg stark machen.

Sollten die derzeitigen Pläne umgesetzt werden, wäre das für viele Beschäftigte und Landwirte ein schwerer Schlag. Rund 60 Mitarbeiter und 800 Rübenbauern wären betroffen. Ein wichtiger Arbeitgeber würde wegfallen. Die heimische Region und der ländliche Raum würden geschwächt.

Nachfrage nach Bio-Rüben boomt

Die Südzucker AG möchte das Kapazitätsvolumen um 700.000 Tonnen Zucker reduzieren. Die Warburger Zuckerfabrik ist im Südzuckerverbund ein kleineres Werk. Es spielt für das Mengengerüst nach Ansicht der BI keine Rolle und würde die Schließung nicht rechtfertigen. Eine Schließung widerspricht zudem dem Trend der Regionalität. Die Vermeidung langer Transporte und der Erhalt regionaler Wertschöpfungsketten müsse das Ziel sein.

In Warburg wurde neben konventionellen Rüben, als Nische, auch die Verarbeitung von Bio-Rüben etabliert. Lange Jahre ein Alleinstellungsmerkmal der Warburger Zuckerfabrik. Und die Nachfrage nach Bio-Zucker boomt. Dafür bieten die Warburger Börde und Soester Börde beste Anbaubedingungen. Die zentrale Lage und Verkehrsanbindung mitten in Deutschland ist sehr gut.

Entscheidung über die Zuckerfabrik zu früh

Die Zuckermarktordnung wurde 2017 nach knapp 50 Jahren aufgehoben. Das hatte zur Folge, das sich  der Zuckermarkt neu sortiert. Einzelne Länder innerhalb der EU subventionieren den Rübenanbau. Andere Länder machen das derzeit nicht. Zu ihnen zählt Deutschland.

Der Zuckermarkt wird zeitnah im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik innerhalb der EU neu verhandelt. Für die BI ist nicht nachvollziehbar, warum die Südzucker AG diese anstehenden Entwicklungen nicht mit in ihre unternehmerischen Entscheidungen einfließen lassen. Eine für den 25. Februar angesetzte Entscheidung über die Warburger Zuckerfabrik kommt aus Sicht der BI daher deutlich zu früh.

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Verschiedene Redner, darunter Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln und BI-Vorstand Josef Jacobi, sprachen sich für den Erhalt der Zuckerfabrik aus.

Gemeinsam mit den anderen Akteuren beteiligte sich die Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal und der Bundesverband der Regionalbewegung an der Kundgebung.

Mehr Traktoren als bei Demo in Berlin

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Nur vier Tage nach Bekanntgabe der Schließungspläne sorgte der Treckerkorso mit 200 Treckern in Hohenwepel für ein beeindruckendes Bild. Zum Vergleich: Bei der großen „Wir haben es satt“-Demo in Berlin waren 171 Trecker dabei.

Rund 200 Traktoren fuhren in der vergangenen Woche mit blinkenden Signalleuchten durch Hohenwepel. Aus allen Himmelsrichtungen rollten die Traktoren heran. Der Treckerkorso erinnerte an ein Panzermanöver, wie es sie bis Ende der 1980er-Jahre häufig in der Börde gab.

Gemeindehalle war für Ansturm zu klein

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Die Gemeindehalle in Hohenwepel war bei der Winterversammlung der Südzucker AG überfüllt. Eine größere Anzahl an Demonstranten fand keinen Platz mehr und musste die Versammlung vor der Halle verfolgen.

Hunderte Landwirte und Mitarbeiter demonstrierten für den Erhalt der Zuckerfabrik in Warburg. Dr. Thomas Kirchberg erklärte die Schließungspläne der Südzucker AG. Das WDR-Landesstudio Bielefeld berichtete live von der Veranstaltung.

Mit Zuckerkuchen für die Zuckerfabrik

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Mit Zuckerkuchen gegen die Schließung der Zuckerfabrik.

Vor der Gemeindehalle wurde der Protest auch von der Bäckerei Henke aus Hohenwepel unterstützt. Sie versorgte die Protestierenden mit frischem Zuckerkuchen vom Blech.

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Zuckerfabrik Warburg – Wir kämpfen für ein Stück Heimat.

Die Warburger Zuckerfabrik gehört zur Region wie der markante Desenberg. Schon seit dem Jahr 1882 produziert die Fabrik. Damit ist sie das älteste Industrieunternehmen der Stadt.

30 Jahre Bürgerinitiative

Die Vorbereitungen auf das Jubiläum der Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal e.V. im nächsten Jahr haben begonnen.

Mittwochabend, 19 Uhr, Steinernes Haus in Borgentreich. Sieben fröhliche Gesichter sitzen um den Tisch und diskutieren engagiert. Die meisten von ihnen sind schon lange bei der Bürgerinitiative dabei und haben die wechselseitige Geschichte nicht nur miterlebt sondern auch mitgestaltet. Genau das richtige Team also, um das dreißigjährige Jubiläum der Bürgerinitiative zu planen.

Längst wurden die Treffen aus dem Garten in die Küche verlegt. In der Mitte des Tisches liegen Presseberichte vergangener Jahre. Auch Plakate und Fotos werden gesammelt und gesichtet. Unterschiedliches Material stapelt sich langsam in verschiedenen Kartons – und immer noch wird überlegt, wer noch alte Demonstrationsschilder besitzt oder in welchem Keller sich Fotos von der ersten Stunde befinden könnten.

Ausstellung im Museum Stern

Auch der Plan des Jubiläums nimmt immer mehr Gestalt an. Seit dem ersten Treffen wurde schon einiges an Ideen entwickelt, verworfen und begeistert aufgenommen. Inzwischen steht fest: Es wird eine Ausstellung im Sternmuseum in Warburg geben, von Anfang August bis zum 15. September 2019. Mit Bildern und Texten, Zeitzeugenberichten aber auch durch Diskussionsrunden und Audio soll die spannende Geschichte der Bürgerinitiative von ihren Anfängen im Kampf gegen die Sondermülldeponie bis hin zu ihrem aktuellen „Warburg Isst“-Projekt dargestellt werden.

Wer Lust hat, mitzuplanen, Material oder Ideen beisteuern möchte ist herzlich willkommen! Die Planungstreffen finden immer am 2. Donnerstag im Monat um 19 Uhr statt. Das nächste Mal am 10. Januar 2019. Aber auch werktags zwischen 9 und 16 Uhr ist eigentlich immer jemand im Steinernen Haus anzutreffen.

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2018

Die Jahreshauptversammlung der BI findet in diesem Jahr am 21.11.2018 um 19.00 Uhr in der Zehntscheune/Rathaus (Abdinghofweg 1) in Peckelsheim statt.

In der Einladung können Sie Aktuelles aus den verschiedenen Projekten der BI und über unsere personellen Veränderungen lesen. Außerdem finden Sie am Ende der Einladung die Tagesordnung für die Mitgliederversammlung.

Einladung Jahreshauptversammlung der BI 2018

Josef Jacobi und Julia Engemann erklären den Grundschülern den Inhalt der Bio-Brotbox.

Bio-Brotbox Aktion 2018

Die Bio-Brotbox-Aktion startete in eine neue Runde

Am 5. September ging es schon früh los: ab 7 Uhr schnitten 16 Hände  110 Brötchen auf, schmierten und belegten diese. In die Bio-Brotboxen kamen eine Möhre, ein Apfel, Müsli und die belegten Brötchen. Nur eine Stunde später wurde dann schon die Grundschule in Scherfede angesteuert. Josef Jacobi vom Biohof Jacobi aus Körbecke und Julia Engemann vom Biolandhof Engemann diskutierten mit den Zweitklässler*innen. Die Wichtigkeit des Frühstücks, Landwirtschaft und biologischer Anbau von Lebensmitteln waren nur einige Themen. Sie berichteten von ihren eigenen Höfen, was dort angebaut wird und stellten sich den neugierigen Fragen der Kinder.
Ein Schmunzeln der Erwachsenen erntete die Antwort auf die Frage, welche Getreidesorten bekannt seien und es wie aus der Pistole geschossen hieß: Toastbrot.  Umso schöner, dass die Kinder zumindest an diesem Morgen ein rundum gesundes und frisches Frühstück verzehren konnten. Beim Öffnen der Brotboxen waren sogar Rufe wie „Boah – ein Apfel!“ zu vernehmen. Im Anschluss ging es weiter an die Grundschule Volkmarsen und auch dort erntete die Verteilung der Bio-Brotboxen Begeisterung.

Bio-Brotbox für die Grundschüler

Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an die Spender*innen: In den Brotboxen gab es Biokäse von Heike Schäfer-Jacobi, Brötchen der Bäckerei Plener aus Bad Arolsen, Obst und Gemüse des Biolandhofs Engemann, Butter und Schulmilch der Upländer Bauernmolkerei, sowie Müsli von Rapunzel.
Wir hoffen, die Aktion auch in Zukunft mit einer derartigen Unterstützung fortführen zu können.

Rundbrief August 2018

In letzter Zeit hat sich hier im Steinernen Haus viel getan: Neue Mitarbeiterinnen, Projekte und Ideen. Einen Überblick über die Aktivitäten finden Sie in diesem Rundbrief.
Lesen Sie über den Arbeitskreis BI-Geschichte, der das 30-jährige Jubiläum der Bürgerinitiative plant, über das Projekt „Warburg Isst“, welches mit den Veranstaltungen im September seinen Höhepunkt erreichte und über den Tag der Regionen, der sich in diesem Jahr zum zwanzigsten Mal jährt. Darüber hinaus erfahren Sie mehr über die neuen Gesichter im Steinernen Haus und wo Sie uns in den sozialen Medien finden können!

Rundbrief August 2018

 

Veranstaltungen des Projekts „Warburg isst“ im September

Im neuen Projekt der BI Lebenswertes Bördeland und Diemeltal „Warburg isst – Nachhaltig ernähren: Klima schützen!“ dreht sich in diesem und nächstem Jahr alles rund um klimafreundliche Ernährung.

Klimaschutz durch kurze Wege

Seit dem 1. März arbeiten wir in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Warburg und vielen verschiedenen Akteuren aus dem Warburger Raum. Mittlerweile hat sich daraus eine projektbegleitende Arbeitsgruppe zusammengefunden, mit der wir an öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen zum Thema Klimaschutz durch nachhaltige Ernährung arbeiten. Ziel ist es, einen Beitrag zur Verkleinerung des ökologischen Fußabdrucks zu leisten.

Feierabendmarkt am 19.09.2018 auf dem Altstadtmarktplatz

Im Fokus steht dabei die Ausrichtung von Feierabendmärkten in der Hansestadt Warburg. Hier erfahren VerbraucherInnen durch Mitmachaktionen ganz nebenbei einiges über einen klimaschonenden Ernährungsstil. Dieser zeichnet sich im Wesentlichen durch mehr regionale Herkunft, biologische Herstellung und Saisonalität der Produkte sowie weniger Fleischkonsum und Lebensmittelverschwendung aus. Außerdem lädt der Wochen- bzw. Feierabendmarkt zum verpackungsfreien Einkaufen ein – ein weiterer positiver Faktor für die Umwelt. Durch das neue Format, welches vielerorts schon erfolgreich umgesetzt wurde, sollen auch neue Zielgruppen für den Wochenmarkt gewonnen werden. Außerdem werden so regionale Erzeuger gestärkt. Durch das ehrenamtliche Engagement der AG-Mitglieder konnte bereits ein buntes Angebot für den Feierabendmarkt am 19. September zusammengestellt werden.

Schnippelparty am 07.09.2018 beim kleinen Straßenfest

Wer gern selbst Hand anlegen und ein Zeichen für regionales Gemüse setzen möchte, kann sich beim Straßenfest am Gebrüder-Warburg-Platz am 07. September bereits bei unserer Schnippelparty beteiligen. Klimaschutz schmeckt: Hier wird zu Live-Musik von Warburger Bands eine Gemüsepfanne aus regionalem Anbau gekocht. Anbieter aus den umliegenden Straßen bieten ihre Produkte an und beim Feierabendtreff direkt auf dem Platz kann man den Abend in netter Atmosphäre ausklingen lassen.

Erzeuger-Verbraucher-Dialog am 12.09.2018 im PZ

In zusätzlichen Workshops werden Landwirte und VerbraucherInnen in den Dialog gebracht. Am 12. September findet das erste World-Café statt, bei dem BürgerInnen ihre Fragen zum Thema Fleischkonsum und landwirtschaftliche Produktion direkt an Erzeuger richten können. Nachdem fünf Impulsvorträge einen Überblick über die Thematik geben, steht die Veranstaltung ganz im Zeichen des Dialogs. An den Thementischen sitzen konventionelle und biologische Landwirte, eine Ernährungswissenschaftlerin der Verbraucherzentrale und wir, die ganz normalen Verbraucher.

Weiteres Projektvorgehen

Auch die Umweltbildung der nächsten Generation kommt nicht zu kurz. In einem Projekt mit den örtlichen Grundschulen stellen Schüler als „Frühstücksagenten“ ein regionales Frühstück zusammen und werden spielerisch für „kurze Wege“ begeistert. Nach den Sommerferien geht die Planung dieses Projektbausteins in die heiße Phase.

Haben Sie Interesse, das Projekt durch Mitarbeit in der AG mitzugestalten oder möchten Sie gerne (probeweise) einen Stand bei einem der Feierabendmärkte ausstellen? Nähere Informationen gibt es bei Vera Prenzel unter 05643-949870 oder warburg-isst@bi-boerdeland.de

Hobbygärtner und Pflanzenfreunde treffen sich am 28. April wieder in Borgentreich.

Borgentreicher Pflanzenflohmarkt freut sich auf Gartenfreunde

Die diesjährige Gartensaison kündigt sich allmählich an. Grund genug für die Bürgerinitiative (BI) Lebenswertes Bördeland & Diemeltal, wieder interessierte Gartenfreunde und Hobbygärtner zum Borgentreicher Pflanzenflohmarkt einzuladen.

Die Sommerzeit ist eingestellt, die Tage werden wieder länger. Auch im Garten beginnt es zu sprießen. Schneeglöckchen und Krokusse kündigen den Fühling an. Das ist die richtige Zeit, um sich beim Borgentreicher Pflanzenflohmarkt umzusehen. Und am 28. April ist es wieder soweit. Ob Blumen, Sträucher oder Tomatenpflanzen – am Steinernen Haus finden Hobbygärtner, Hobbykünstler und Gartenliebhaber wieder schöne Dinge für ihre grüne Leidenschaft. Doch nicht nur Pflanzen, sondern auch mancher gute Tipp unter Gartenfreunden wird sicherlich wieder weitergereicht.

Treff begeisterter Gartenliebhaber

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„Grüne Schätzchen“ werden Gartenfreunden und Hobbygärtnern wieder auf dem Borgentreicher Pflanzenflohmarkt angeboten.

Im 18. Jahr seines Bestehens ist der Borgentreicher Pflanzenflohmarkt fast schon zur Institution herangereift. So zieht die Veranstaltung am Steinernen Haus alljährlich viele Gartenfreunde aus der Region an. Denn hier findet der Gärtner, was sein Herz begeehrt. Von seltenen Pflanzen und Samen über Holz-, Stein- und Metallkunstwerke bis hin zu wertvollen Insidertipps. Das mittelalterliche Ambiente rund um das Steinerne Haus verleiht den privaten Ständen dabei ihren ganz besonderen Charme. Es lädt zum Stöbern und Verweilen ein. Um das leibliche Wohl kümmert sich wie gewohnt das Team des Steinernen Hauses. Zugleich stehen die BI-Mitglieder gerne als Ansprechpartner für Fragen rund um die Aktivitäten der Landschaftsstation und der Bürgerinitiative zur Verfügung.

Pflanzenflohmarkt im mittelalterlichen Ambiente

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Reges Treiben beim Pflanzenflohmarkt am Steinernen Haus in Borgentreich.

Lassen Sie sich einen schönen Frühlingstag in stimmungsvoller Umgebung, mit individuellen Pflanzen- und Handwerksschätzen nicht entgehen. Der Pflanzenflohmarkt am Steinernen Haus in Borgentreich, Zur Specke 4, ist am Samstag, den 28. April zwischen 9:00 und 13:00 Uhr geöffnet.

Wer spontan Lust bekommen hat, sich noch mit einem eigenen Stand zu beteiligen, kann sich bei BI-Mitglied Georg Sandten melden. Per E-Mail: feldhues-sandten@web.de oder unter 0157-36133562 gibt es die Information, ob es noch einen freien Standplatz gibt.

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Besuch in der Landschaftsstation

Borgentreich. Besuch im Steinernen Haus: Über die Arbeit der Landschaftsstation in Borgentreich informierte sich jetzt der Landtagsabgeordnete Matthias Goeken (CDU). Josef Jacobi und Albert Boyen (Vorstand der Landschaftsstation) und Sven Mindermann (Geschäftsführer) stellten das Gebäude und die Aktivitäten vor.

Die vielfältigen Aufgaben der Landschaftsstation präsentierte Sven Mindermann mit einem Lichtbildervortrag. „Fast alle Naturschutzgebiete im Kreis Höxter werden von uns betreut“, sagte Sven Mindermann. Neben der Landschaftspflege zählen auch Beratung und Vertragsnaturschutz, der Artenschutz, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, die Pflege von Gewässern oder gemeinsame Projekte mit den Städten und dem Kreis, wie das Projekt „Erlesene Natur“ zu den Aufgaben.

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Besichtigung im Steinernen Haus (v.l.): Sven Mindermann, Albert Hoyen, Matthias Goeken und Josef Jacobi.

Landschaftsstation schützt Naturräume

Der Kreis Höxter verfügt über einzigarte Naturräume, wie Flächen mit dem besonders artenreichen Kalkmagerrasen. „Solche Gebiete gibt es in NRW außer im Kreis Höxter sonst nur noch in der Eifel“, unterstrich Sven Mindermann. Von ehemals über 4.000 Hektar (1838), ist die Fläche des Kalkmagerrasens auf rund 200 Hektar geschrumpft. Diesen einzigartigen Lebensraum seltener Orchideen, Enziane, seltener Schmetterlinge oder Reptilien zu erhalten stellt daher eine wichtige Aufgabe der Landschaftsstation dar. Im Projekt „Vielfalt auf Kalk“ wurde der Erhalt dieser Flächen auch von der EU gefördert.

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Geschäftsführer Sven Mindermann stellte mit einer Präsentation die Arbeitsbereiche der Landschaftsstation vor.

„Was sich hinter diesen alten Mauern verbirgt, vermutet man von außen zunächst gar nicht“, zeigte sich Matthias Goeken erstaunt. Das Steinerne Haus ist das älteste Gebäude der Stadt Borgentreich. Die Ursprünge gehen bis in das 12. Jahrhundert zurück. Lange hatte es leer gestanden und auf Initiative der Bürgerinitiative „Lebenswertes Bördeland und Diemeltal“ wurde es Ende der 1990er Jahre saniert und nach ökologischen Kriterien umgebaut. Seit 1999 dient das Gebäude  als Sitz der Landschaftsstation im Kreis Höxter.

Landesverband NRW mit Sitz im Steinernen Haus

Neben der Landschaftsstation hat auch die BI „Lebenswertes Bördeland und Diemeltal“ und der Landesverband der Regionalbewegung NRW seinen Sitz im Steinernen Haus. Gemeinsam mit einer befreundeten Initiative aus Feuchtwangen wurde der Bundesverband der Regionalbewegung auch von Borgentreich aus ins Leben gerufen. „Wir wollten die Regionalität in den Vordergrund stellen, damit heimische Produkte gekauft und heimische Handwerker unterstützt werden“, unterstrich Josef Jacobi. Der jährliche „Tag der Regionen“ mit seinen bundesweit 1200 Veranstaltungen wird zur Hälfte von Borgentreich aus koordiniert.

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Die Stärkung des ländlichen Raums war Thema bei der gemeinsamen Diskussion.

In diesem Jahr soll „Bürokratieabbau“ Aktionsthema beim Bundestreffen der Regionalbewegung im Mai in Frankfurt sein. Gerade für kleine regionale Betriebe stellt die Bürokratie eine große Belastung dar. Matthias Goeken: „Das Thema Bürokratieabbau fällt bei uns auf fruchtbaren Boden. Da ist die Landesregierung auch aktiv“. Bei der anschließenden Diskussion wurde über Möglichkeiten der Stärkung des ländlichen Raumes gesprochen. „Wir sprechen in Düsseldorf intensiv über Landwirtschaft und Naturschutz“, erklärte der Abgeordnete. Zugleich fand er lobende Worte. „Ich finde es gut, dass sich Organisationen wie hier für den ländlichen Raum engagieren“.

imke heyen

„Warburg isst“ soll Attraktivität des Wochenmarktes erhöhen

Daseburg. Die Bürgerinitiative „Lebenswertes Bördeland und Diemeltal“ ist auch nach fast drei Jahrzehnten ihres Bestehens sehr aktiv. Am Mittwoch auf der Jahreshauptversammlung stellte sie das neue Projekt „Warburg isst“ vor.

Mit einem neuen Projekt möchte die BI in das Jahr 2018 starten: „Warburg isst – Nachhaltig ernähren: Klima schützen!“. Mit „Warburg isst“ soll die Attraktivität des Warburger Wochenmarktes erhöht und über ,klimafreundliche Ernährung informiert werden. Die Projektlaufzeit und Förderdauer von „Warburg isst“ beläuft sich auf zwei Jahre. „Start soll eigentlich im Januar sein, es kann sich aber noch 1-2 Monate nach hinten verschieben“, erläuterte Projektmanagerin Imke Heyen. Seit Mai 2017 schon verstärkt sie das Team in der Geschäftsstelle in Borgentreich.

Neues Projekt „Warburg isst“ startet 2018

Im Laufe der Projektzeit sollen vier Feierabendmärkte, zwei Workshops Erzeuger Verbraucher und vier Grundschulprojekte zur Umweltbildung stattfinden. Eine Arbeitsgruppe zur Unterstützung ist geplant. Die Arbeitsgruppe soll über den gesamten Zeitraum den Prozess begleiten und idealerweise über das Projektende hinaus bestehen bleiben. „Ideen werden gerne angenommen, jeder darf sich gerne beteiligen und mitmachen!“, sagte Imke Heyen. Dass sich das Projekt räumlich auf Warburg beschränkt war Projektvorgabe. Der weitere Einzugsbereich soll sich trotzdem angesprochen fühlen.

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Bio-Brotboxen wurden in der Grundschule Borgentreich verteilt (2017).

Die Aktion „Bio-Brotbox“ wird von der BI in der Region seit einigen Jahren durchgeführt. Im September waren Vorstandsmitglieder der BI in den Grundschulen in Liebenau und Borgentreich unterwegs und haben wieder die gefüllten Bio-Brotboxen verteilt. „Statt wie bisher in der 1. Klasse, wurde diesmal den Schülern der 2. Klasse verdeutlicht, wie wichtig gesunde Ernährung während des Schulalltags ist“, sagte Vorstandsmitglied Josef Jacobi. Sowohl bei Lehrern, als auch bei den Schülern kommt die Aktion gut an. Sie wird von allen Seiten unterstützt. Befüllt wurden die Bio-Brotboxen von BI-Mitgliedern mit gesponserten Produkten aus der Region.

Pflanzenflohmarkt bei Gartenfreunden sehr beliebt

Bereits zum 17. Mal wurde im April der Pflanzenflohmarkt am Steinernen Haus in Borgentreich durchgeführt. Der Pflanzenflohmarkt ist bei Gartenfreunden sehr beliebt und war wieder gut besucht. Da er sehr arbeitsintensiv ist, soll noch darüber entschieden werden, ob er weitergeführt wird. Fortgesetzt werden sollen die Stadt- und Landtouren. Diemelstadt/Rhoden, Bonenburg oder Rösebeck wurden als lohnenswerte Ziele vorgeschlagen.

Einen Überblick über die langjährige BI-Geschichte präsentierte Günter Schumacher. Mit einer Bilderpräsentation erläuterte er die Anfänge und die Geschichte der BI, die sich gegen die Einrichtung einer Mülldeponie gegründet hat. „Erste Aktionen gab es im November 1989 mit Demonstrationen zwischen Borgentreich und Natzungen. Als die Deponie nach Körbecke kommen sollte, traten vermehrt Mitglieder ein: im Oktober 1992 hatte die BI rund 1.400 Mitglieder“, erläuterte Günter Schumacher.

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Sternmarsch zur Alt Marienburg 1992

Bilderpräsentation zeigt 28 Jahre BI-Geschichte

Regelmäßig fanden große Versammlungen statt, die Schützenhallen waren voll. Die größte Aktion fand am 4. Dezember 1992 in Detmold statt. An einer Demonstration beim Regierungspräsidenten nahmen 7.000 Menschen teil. Es gab immer ein begleitendes Kulturprogramm, so ist damals schon die Präservative Liste in Körbecke aufgetreten. Bei Pflanzaktionen wurden pro Jahr 25.000 Bäume und Sträucher gepflanzt. Müllvermeidung war früher wie heute ein aktuelles Thema. Auch die Gründung des Bundesverbandes und Landesverbandes der Regionalbewegung sind festgehalten. Die Präsentation soll im kommenden Jahr noch einmal gezeigt werden. BI-Mitglieder, die noch altes Bildmaterial haben, können dieses gern zur Verfügung stellen. Eine neue Internetseite der BI startet zum neuen Jahr.

Schon seit vielen Jahren engagiert sich die Bürgerinitiative nicht nur in der heimischen Region, sondern mit der Regionalbewegung auch auf Landes-, Bundes-, und der Europaebene. Brigitte Hilcher (Regionalbewegung NRW) stellte die Aktivitäten des vergangenen Jahres vor. Auf regionaler Ebene wurden im vergangenen Jahr zwei Kick-Off-Seminare in Meinerzhagen und in Bad Wünnenberg zum Thema nachhaltige Regionalvermarktung veranstaltet. Kurz vor der Landtagswahl gab es ein Pressegespräch mit Vertretern verschiedener Parteien aus dem Landtag (Thema: Alle wollen „regional“ – doch die Bauernhöfe verschwinden). Zusammen mit dem Bundesverband der Regionalbewegung wurde ein Handbuch der Regionalvermarktung rausgegeben. „Nächstes Jahr findet zudem zum 20. Mal die bundesweite Aktion Tag der Regionen statt, wofür dieses Jahr ein Relaunch der Marke in Angriff genommen und intensiv bearbeitet wurde“, erklärte Brigitte Hilcher.

Regionalbewegung: 20 Jahre „Tag der Regionen“

Bleibeperspektiven im ländlichen Raum wurden in Zusammenarbeit mit Partnern aus den Niederlanden, Polen und Österreich thematisiert. Dazu gab es ein Treffen im Landhaus am Heinberg, bei dem Soziale Innovationen nachhaltiger Landwirtschaft diskutiert und die Region kennengelernt wurde.

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Bleibeperspektiven im ländlichen Raum wurden gemeinsam mit Partnern aus den Niederlanden, Polen und Österreich thematisiert. Abends führte ein Nachtwächter durch Warburg.

„Ab 2018 gibt es eine institutionelle Förderung des BMEL (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) für die Regionalbewegung, die zwischen den Standorten Feuchtwangen und Borgentreich aufgeteilt wird“, berichtete Sven Mindermann. Dadurch ergebe sich eine entspanntere finanzielle Situation und mehr Möglichkeiten für professionelle Verbandsarbeit. Er betonte, dass Regionalität als Themenfeld immer mehr an Relevanz erlangt, dass aber keine Strukturen auf Verwaltungsebene existieren. Hier könne noch viel getan werden. Mit der institutionellen Förderung ist die Grundbedingung damit gelegt.

 

Blick vom Desenberg auf das Bördeland.

Bördeland & Diemeltal

Bördeland und Diemeltal

Gemeint ist die Bördelandschaft, die sich im beinahe östlichsten Zipfel des Landes Nordrhein-Westfalen ausbreitet, zwischen dem Eggegebirge im Nordwesten, dem Oberwälder Land im Norden und Osten und der Diemel im Osten und im Süden. Die leicht hügelige offene Landschaft wird von alters her wegen der sehr fruchtbaren Böden landwirtschaftlich genutzt. Getreide, Zuckerrüben und Raps werden überwiegend angebaut. Beinahe zentraler Ort ist die Stadt Borgentreich. Die Stadt Warburg, die der Börde ihren Namen verleiht (Warburger Börde), liegt am südlichen Rand dieser Landschaft.

Blick vom Desenberg auf einen Teil der Warburger Börde mit den Ortschaften Daseburg, Rösebeck und Körbecke

Das beinahe idyllisch-stimmende Bild der Landschaft ist trügerisch. Die hier lebenden Menschen müssen sich einiges einfallen lassen, um einen befriedigenden Lebensstandard zu erringen. Die Auswirkungen globaler Entwicklungen sind auch hier spürbar. Im Gegensatz zu früher sind es nur noch wenige, die sich das fruchtbar gehaltene Land teilen. Was tun die Anderen? Wie verdienen die ihren Lebensunterhalt? Lohnt es sich, hier zu bleiben?

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