Alle Artikel in: Aktivitäten

„Wir schaffen die versprochene grüne Wiese“

Mitte Juni trafen sich etliche Bauern und weitere Bürgerinnen und Bürger vor dem ehemaligen Atomkraftwerk Würgassen und säten in einer Aktion Rasen ein. Der Arbeitskreis Würgassen der BI Lebenswertes Bördeland und Diemeltal will mit dieser Einsaataktion genau das einfordern, was den Bürgerinnen und Bürgern im Dreiländereck sowohl mündlich als auch schriftlich immer wieder in Bezug auf den Atomstandort Würgassen versprochen wurde! Hintergrundinfos: Broschüre der E.ON Kernkraft GmbH: „Vom Kernkraftwerk zur grünen Wiese“ Als letzten Rückbauschritt wird in dieser Veröffentlichung der Abbau der Gebäude und die Rekultivierung des Geländes beschrieben. Die BI Lebenswertes Bördeland und Diemeltal fordert gemeinsam mit allen Einwohnern unseres Dreiländerecks: Die Planungen zur Errichtung des Zwischenlagers „Würgassen“ müssen sofort gestoppt werden. Der Umgang mit der Lagerung und des Transports von radioaktiven Stoffen gehören auf „Null“ gesetzt. Die Planung muss transparent und partizipativ neu begonnen werden. Gerade die neuesten Entwicklungen am geplanten Endlagerstandort in Salzgitter zeigen auf, welche Gefahr ein mögliches Atomzwischenlager Würgassen für unsere Heimat bedeutet. Ist Würgassen erst genehmigt und der „Schacht Konrad“ als mögliches Endlager aus dem Rennen, ist es nur wahrscheinlich, …

BI und Regionalbewegung unterstützen Volksinitiative Artenvielfalt NRW

Die Volksinitiative Artenvielfalt NRW geht in den Endspurt. Die Zeit, um Unterschriften gegen den Artenschwund zu sammeln, ist nun fast vorüber! Die Volksinitiative Artenvielfalt NRW startete im Juli vergangenen Jahres und sammelt bis zum 1. Juni 2021 unsere Stimmen. Der Landesverband der Regionalbewegung NRW und die BI sind mit der gemeinsamen Geschäftsstelle in Borgentreich unter den zahlreichen Bündnispartnern dieses Projekts. Damit der Landtag NRW dazu gezwungen ist, über das Artensterben und entsprechende Maßnahmen zu beraten, müssen in NRW 66.000 Unterschriften zusammengetragen werden. Wer wahlberechtigt ist und seinen Hauptwohnsitz in NRW hat, konnte die Volksinitiative unterstützen. Die Regionalbewegung NRW und die Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal haben am Mittwoch, den 26. Mai 2021, auf dem Altstadt-Marktplatz in Warburg die letzten Unterschriften gesammelt. Mit dem Ziel, greifende Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität zu erwirken, organisieren die NRW-Landesverbände des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW (LNU) und des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) die Volksinitiative Artenvielfalt NRW. Unter dem Motto „Insekten retten – Artenschwund stoppen“ legen die Verbände in acht zentralen Handlungsfeldern konkrete …

Pflanzenbörse online

In diesem Jahr können leider wieder keine Pflanzenflohmärkte stattfinden. Für Hobbygärtner bietet die Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal (BI) ihre Homepage als Plattform für Tauschangebote an. Wer Pflanzen im Angebot hat oder auf der Suche für seinen Garten ist, ist herzlich eingeladen mitzumachen. Pflanzenflohmärkte sind ein beliebter Treffpunkt bei Gartenfreunden, um Jungpflanzen, Stauden, Zwiebeln und mehr zu tauschen und (ver-)kaufen. Aufgrund der aktuellen Bestimmungen konnten und können diese allerdings wieder nicht auf traditionellem Wege stattfinden und nun warten viele vorgezogene Pflanzen auf andere Möglichkeiten neue Besitzer zu finden. In der „Pflanzenbörse“ der BI können private Anbieter ohne gewerbliches Interesse ihre Pflanzen anbieten. Hobbygärtner können sich für die Eintragung ihres Angebots einfach per E-Mail unter info@bi-boerdeland oder telefonisch unter 05643-949870 an die BI wenden. Alle, die noch Ergänzungen für ihre Gärten suchen, sind eingeladen auf der Pflanzenbörse vorbeizuschauen und Kontakt mit den Anbieterinnen aufzunehmen.

BI Lebenswertes Bördeland und Diemeltal e.V. zum Antrittsbesuch im Landratsamt

Ende April besuchte die Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal e.V. den Höxteraner Landrat Michael Stickeln. Die für ein zentrales Bereitstellungslager Würgassen unüberwindbaren geologischen Risiken waren das zentrale Thema beim Besuch. Wie der Geologe Dr. Claus Schubert aus Trendelburg ausführte, fehlt es dem geologischen Gutachten, welches die BGZ vorgelegt hat, am nötigen Tiefgang. Die Aussagen darin basieren überwiegend auf Annahmen und Schätzungen. Darüber könne auch die scheinbar hohe Anzahl an Bohrungen nicht hinwegtäuschen, so der Experte. Sie seien weder tief genug noch wirklich flächenhaft. Außerdem würden klare Angaben zu Weserhoch- und Grundwasserständen, Torflinsen oder Weseraltarmen fehlen. Eine multimethodische Diskussion anhand offizieller Karten oder Archivdaten fehle ebenso. Letztendlich, so sein Resümee, ergäbe die Beurteilung des bisherigen geologischen Sachstands eine nüchterne Bilanz, nicht zuletzt, weil die Grundsätze der Anforderungen an Baugrundgutachten aus den einschlägigen DIN nahezu unberücksichtigt blieben. Landrat Stickeln bedankte sich beim Arbeitskreis Würgassen der BI für deren Einsatz und die bisher geleistete Arbeit und betonte die Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements für demokratische Entscheidungsprozesse. „Und wir freuen uns, die Gelegenheit erhalten zu haben, hier auf die eklatanten Mängel …

BI-Arbeitskreis weist Kritik zurück

Der Arbeitskreises Würgassen (AK) der BI Lebenswertes Bördeland und Diemeltal e.V. reagiert auf die Antwort der Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) auf ihre geologische Stellungnahme. In der Diskussion um das Atommüllzwischenlager Würgassen bewertet er die Erwiderung als „hastig, schwach und dünnhäutig“. BGZ reagiert nicht auf Argumente Im Auftrag der Lagergegner hat der promovierte Geologe Claus Schubert aus Trendelburg das Gutachten untersucht, das die BGZ herausgegeben hat. Nach Rücksprache mit dem geologischen Berater ist klar: die hastige Erwiderung der BGZ ist nicht geeignet, die vorgetragenen Argumente der geologischen Risiken, die gegen den Standort sprechen, zu entkräften. Vor allem das leichtfertige Abtun dieser fundierten Stellungnahme weist der AK ausdrücklich zurück. In der Stellungnahme werden zu Recht sehr schwerwiegende geologische Ausschlusskriterien genannt, auf die die BGZ nicht eingeht. Die dünnhäutige Reaktion der BGZ zeigt, wie sehr die vorgebrachte Kritik ins Schwarze getroffen hat! Ein Indiz dafür ist, dass die Entgegnung der BGZ bereits einen einzigen Tag nach der Veröffentlichung der Pressemitteilung durch den AK eintraf. Die große Eile offenbart, dass schnellstmöglich mit heißer Nadel ein weiteres Fehlstück in der  löcherigen …

BI Lebenswertes Bördeland und Diemeltal gründet neuen Arbeitskreis Würgassen

Nach über 30 Jahren kämpft die BI erneut gegen die Gefährdung unserer Heimat. Damals haben wir eine Giftmülldeponie verhindert, jetzt werden wir das riesige Atommüllzwischenlager in Würgassen verhindern. Die Bürger:innen im Dreiländereck Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen hatten nach dem „Aus“ des Atomkraftwerkes in Würgassen den Versprechungen geglaubt, dass dort eine grüne Wiese entsteht. Jetzt soll dort eine riesige Lagerhalle für Atommüll gebaut werden. Und die vielen dafür nötigen LKW- und Bahntransporte mit Atommüll würden unsere Region täglich zu einem unsicheren Ort machen. Unsere strukturschwache Region ist gerade dabei, sich ein Standbein im Bereich Tourismus zu erarbeiten. Das riesige Atommüllzwischenlager wäre das sichere Aus dieser Bemühungen. Damit würde unserer Region ein Teil der Existenzgrundlage genommen. Die Folge wäre: Das Weser-, das Diemeltal und das Bördeland sind im Bann des Atommülls und der vielen Transporte nicht mehr lebenswert; die Besucher:innen meiden unsere Gegend, die Bewohner:innen ziehen weg. Bürgerinitative „Lebenswertes Bördeland und Diemeltal“ gründet neuen Arbeitskreis Nach dem Atomkraftwerk fordert man das Schicksal nun ein weiteres Mal heraus, nach dem Motto: es ist schon mal gut gegangen, wir können es ja noch mal versuchen: Es …

Pflanzenangebot auf dem Warburger Wochenmarkt am 12. und 17. Juni

Als Ersatz für die ausgefallenen Pflanzenflohmärkte in der Region wird es an zwei Tagen auf dem Warburger Wochenmarkt Pflanzenstände von privaten Anbietern geben. Das Gärtnern erfreut sich in diesem Jahr besonderer Beliebtheit und gleichzeitig konnten viele Hobbygärtner ihre vorgezogenen Pflanzen in diesem Jahr nicht auf Pflanzenflohmärkten anbieten. Die BI möchte Abhilfe schaffen.  Jeweils zwei Stände auf dem Alt- und Neustadtmarktplatz wurden von der Stadt Warburg genehmigt und sollen eine Bereicherung für den Warburger Wochenmarkt sein. Private Anbieter, die ihre Pflanzen auf Pflanzenflohmärkten in der Region angeboten hätten, finden so eine alternative Absatzmöglichkeit. Am Freitag, den 12. Juni wird es ein Pflanzenangebot auf dem Neustadtmarkt geben, am Mittwoch, den 17. Juni auf dem Altstadtmarkt. Im Angebot haben die Aussteller eine Vielzahl an Gartenstauden, auf dem Altstadtmarkt wird es auch Kürbis- und Erdbeerpflanzen sowie regionales Saatgut für Blühflächen geben. „Wir hoffen, dass durch das zusätzliche Angebot noch mehr Besucher auf den Wochenmarkt gelockt werden. Die Warburger Wochenmärkte sind zwar klein, haben aber eine breite Produktpalette. Durch das Pflanzenangebot wird sie an den beiden festgelegten Tagen nun noch …

Für Gartenfreunde: Online-Pflanzentauschbörse

Der Pflanzenflohmarkt am Steinernen Haus, der am letzten Samstag im April stattgefunden hätte, musste leider abgesagt werden. Trotzdem möchte die BI die Möglichkeit bieten, möglicherweise vorgezogene Jungpflanzen, Zwiebeln, Stauden etc. anderen Hobbygärtnern anzubieten. Die Nahversorger-Liste soll deshalb nun um eine Rubrik erweitert werden: In der „Pflanzentauschbörse“ können private Anbieter ohne gewerbliches Interesse ihre Pflanzen zum Tausch anbieten. Hier finden Sie die Liste mit der Kategorie Pflanzentauschbörse. Übrigens: Auch Borgentreicher Betriebe, die wieder geöffnet haben oder die Liefer- oder Abholservices anbieten und noch nicht auf der Liste stehen, können weiterhin ihre Angebote eintragen lassen. Bei Interesse an einem Eintrag oder Fragen melden Sie sich gerne unter info@bi-boerdeland.de oder 05643-949271!

Nahversorgung in Borgentreich in Zeiten der Corona-Krise

In der aktuellen Situation stehen viele Menschen vor neuen Herausforderungen. Geschäfte mussten schließen und man fragt sich: wo bekomme ich denn jetzt noch was? Dabei besinnen sich viele zurück auf die Läden vor Ort, sie wollen regionaler einkaufen! Mit der Stärkung regionaler, heimischer Produzenten, Händler, Direktvermarkter und Dienstleister tragen wir viel zu einem positiven Ausgang der Corona-Krise bei. Die Liste der Nahversorger in Borgentreich und Umgebung ist ein kleiner Beitrag der BI für eine Vernetzung zwischen den Gewerbetreibenden und den Verbrauchern in Borgentreich. Wer kann aktuell für andere einkaufen gehen, oder etwas aus der Apotheke abholen? Wo kann regionales Obst und Gemüse oder Fleisch und Milchprodukte eingekauft werden, wenn man möglichst wenig mit anderen Menschen in Kontakt kommen und deshalb nicht in den Supermarkt gehen möchte? In der Liste der Nahversorger sind einige Angebote aufgeführt – manche Geschäfte bieten sogar einen Lieferservice bis vor die Haustür an. Die Erkenntnis über die Vergänglichkeit unserer modernen Welt führt zu einer immer stärkeren Auseinandersetzung der Menschen mit den regionalen Angeboten. Gewerbetreibende in allen Bereichen der Nahversorgung setzen sich …

Das AKW Würgassen in den 1980er Jahren im Fotoalbum.

BI gegen Atommülllager in Würgassen

Borgentreich/Würgassen. Die Pläne im Dreiländereck NRW, Hessen-Niedersachsen ein zentrales Bereitstellungslager für Atommüll einzurichten, treffen auch bei der BI „Lebenswertes Bördeland und Diemeltal“ auf Widerstand. „Wir kämpfen seit 30 Jahren für eine lebenswerte Region. Wir unterstützen die Initiativen gegen das neu geplante Bereitstellungslager in Würgassen “, unterstreicht Josef Jacobi (Foto) vom BI-Vorstand. BI lehnt Atommüll-Zwischenlager in Würgassen ab Josef Jacobi aus Körbecke ist ein „Urgestein“ der Anti-AKW-Bewegung. Bei großen Veranstaltungen in Brokdorf, Wackersdorf, Gorleben, Wethen, Hannover und in Würgassen war er dabei. Zu zahlreichen Demonstrationen ist er mit seinem Trecker von Körbecke nach Würgassen aufgebrochen, um gegen das Atomkraftwerk zu protestieren. Und Josef Jacobi hat eine klare Position: „Wir sind immer gegen Atomkraftwerke gewesen, weil es zu gefährlich ist. Wir haben uns für die Abschaltung der Meiler eingesetzt. Was da nun gemacht wird, ist nicht richtig. Das ist schlechte Informationspolitik.“ „Schacht Konrad“ nicht genehmigungsfähig „Schacht Konrad ist nach heutiger Rechtslage nicht genehmigungsfähig. Jetzt wird versucht uns ein möglicherweise ewiges Zwischenlager vorzusetzen“, befürchtet Josef Jacobi. „Dann soll man das auch so sagen“. Er hält die Konzeption mit …