Neueste Artikel

Ablehnung gegen Atommülllager Würgassen

Atommüll-Zwischenlager Würgassen wird von Politikern abgelehnt

Beverungen/Kreis Höxter. Bei der Podiumsdiskussion am Mittwoch in der Beverungener Stadthalle herrschte Einigkeit: Alle Parteifarben, ob Schwarz, Rot, Grün oder Gelb haben das Ziel, das Atommülllager in Würgassen zu verhindern.

55 Teilnehmer folgten der Einladung der BI Lebenswertes Bördeland und Diemeltal, um ihre Bedenken und Sorgen direkt mit den Kandidaten der NRW-Landtagswahl zu diskutieren. Hubertus Hartmann moderierte die Podiumsdiskussion von. Große Kontroversen blieben bei der Fragerunde an die Kandidaten aber aus: Die Einschätzung einer mangelhaften Standortauswahl ist parteiübergreifend Konsens.

Ergebnis eines politisch motivierten Auswahlverfahrens

BI-Mitglied Edith Götz gab einen kurzen Rückblick über Entscheidungen, die der Projektplanung vorausgegangen waren. Der Standort Würgassen sei als Ergebnis eines politisch motivierten Auswahlverfahrens u.a. durch die Übereinkunft, niedersächsische Standorte nicht weiter durch Atommüll zu belasten, zustande gekommen. Sie erinnerte an die Rolle des niedersächsischen Umweltministeriums beim Bestreben, im Vorfeld ein Bereitstellungslager für Schacht Konrad von der Region Salzgitter und dem Bundesland Niedersachsen „wegzuschieben“. Dass man insbesondere dem niedersächsischen Südkreis Holzminden und der angrenzenden Region, die schon durch das AKW eine große Last getragen habe, nun die Atommüllfässer „über den Zaun werfe“, sei nicht hinnehmbar.

Edith Götz berichtete über aktuelle Entwicklungen. Hubertus Hartmann moderierte die Diskussion. © BI Lebenswertes Bördeland & Diemeltal

Nicht nachvollziehbares Scoring und intransparente Kriterien

Als nicht nachvollziehbar bewertet sie das Scoringverfahren. Dieses hat mit fehlerhaften und intransparenten Kriterien, ohne wissenschaftlichen Review und öffentlichen Diskurs zur Auswahl von Würgassen geführt. Notwendige Kriterien der Entsorgungskommission würden vom Standort Würgassen nicht erfüllt. Andere Kriterien wurden dagegen geändert oder nicht nachvollziehbar gewichtet, um Würgassen dennoch als vermeintlich „besten“ Standort auswählen zu können. Für ein Projekt von derartiger Tragweite habe die Planung nicht genügend Resilienz, wenn bereits kleinste Korrekturen zu vollkommen anderen Ergebnissen führten.

Engagierte Bundestagsmitglieder im Weserbergland

Nora Wieners, Kandidatin der SPD, machte deutlich, dass sie persönlich das Zwischenlager in Würgassen ablehne, und dabei starke Unterstützung in ihrer Partei sehe. „Wir haben engagierte Bundestagsmitglieder im Weserbergland.“ Bedenken wurden von der Bürgerinitative angesichts personeller Verbindungen der BGZ zum Gutachter TÜV Nord und potentieller Interessenkonflikte des niedersächsischen Umweltministeriums als Auftraggeber der Transportstudie geäußert.

Das Logistikgutachten der Länder NRW und Niedersachsen

Das Logistikgutachten wurde von den Ländern NRW und Niedersachsen in Auftrag gegeben. Es soll grundsätzlich klären, ob eine Abwicklung auch ohne Bereitstellungslager denkbar sei. Ein Szenario, das in den Betrachtungen der BGZ bislang ausgeklammert war. Das Ergebnis sehe man laut Ministerien allerdings nicht in Beton gemeißelt, sondern als Diskussionsgrundlage. Die Standortfrage muss gänzlich neu bewertet werden.

Stadthalle Beverungen
Auf dem Foto (v.l.): Rainer Mues, Josef Jacobi, Matthias Goeken (CDU), Nora Wieners (SPD), Uta Lücking (Grüne), Jan Gerrit Möltgen (FDP), Hubertus Hartmann, Edith Götz, Heinrich Wenisch und Karl-Otto Scholz. © BI Lebenswertes Bördeland & Diemeltal

Große Diskussionen wegen der Taktverdichtung

Matthias Goeken sitzt für die CDU im NRW-Landtag in den Ausschüssen für Wirtschaft, Energie und Verkehr. Auch er bekräftigte seine grundsätzlich ablehnende Haltung dem Bereitstellungslager. Er sehe erhebliche Probleme bei der Verkehrsinfrastruktur. „Die Bahnstrecken sollen geeignet sein, aber es gibt schon große Diskussionen wegen der Taktverdichtung.“ Er hält den Standort an der Weser für grundsätzlich ungeeignet. „Aus unternehmerischer Sicht würde niemand am Standort Würgassen ein Logistiklager bauen.“ Zudem sieht er Probleme mit den Baukosten: „Das ist ein Milliardenprojekt.“

Staatssekretäre des Umweltministeriums besuchen Würgassen

Würgassen steht sogar im Landeswahlprogramm der Grünen, machte Uta Lücking klar. Das Thema sei der Partei wichtig. „Wir werden das Standortverfahren kritisch begleiten. Der Schutz der Bevölkerung muss höchste Priorität haben.“  Dazu will die Politikerin der Grünen auch ihre politischen Kontakte in der Partei nutzen, um im Umweltministerium auf die Probleme hinzuweisen. Zwei Staatssekretäre des Bundesumweltministeriums haben ihren Besuch für den 24. Mai am Standort Würgassen angekündigt

Auch aus Sicht von Jan Gerrit Möltgen (FDP) muss die Standortfrage vollkommen neu bewertet werden. „Seit Beginn des Verfahrens wurden von der BGZ schon viele Fehler gemacht“, unterstrich der Borgholzer. Er vertrat den FDP-Landtagskandidaten Friedrich-Wilhelm Hörr auf dem Podium.

Sicherheitsfragen in Zeiten eines Krieges

Die Sicherheitsfrage muss in Zeiten eines Krieges in Europa neu diskutiert werden. Darauf wies Josef Jacobi hin: „Ein zentrales Atommülllager vor Ort – wenn da eine Rakete reingeschossen wird, dann haben wir eine Atombombe“, befürchtet das BI-Vorstandmitglied. Auch die zu erwartenden hohen Transportkosten seien nicht tragbar. Da seien neue, intelligentere Lösungen der Logistik gefragt.

Landtagswahlkampf NRW
Die ablehnende Haltung gegenüber dem Atommülllager Würgassen ist parteiübergreifend. © BI Lebenswertes Bördeland & Diemeltal

Jahrtausendfluten werden zu Jahrzehntfluten“.

Auch die Hochwassergefahr sorgt weiterhin für Bedenken. Nicht zuletzt wegen des immer deutlich sichtbarer werdenden Klimawandels. So werde prognostiziert, dass bis zum Ende des Jahrhunderts durch den Anstieg des Meeres selbst einige Inseln verschwinden werden. „Jahrtausendfluten werden zu Jahrzehntfluten“. Aus dem Publikum kam der Hinweis, dass der Standort „auch mit den bestehenden Hochwasserkarten schon obsolet ist“.

BGZ hat all ihre Glaubwürdigkeit verspielt

Aus dem Zuschauerraum wurde auch auf fehlende Transparenz im Verfahren hingewiesen. Hier habe die BGZ all ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Es bestehe auch die Gefahr, dass ohne Baugenehmigung, die dem Regionalplan widerspreche,gebaut wird und nachträglich die Gesetze passend geändert würden. Wenn politische Entscheidungen so getroffen würden, sei die Demokratie in Gefahr.

Auch das Baurecht spricht gegen Würgassen

Beverungens Bürgermeister Hubertus Grimm griff die Bedenken auf. Er verwies darauf, dass bei der Abwägung der Standorte gravierende Fehler begangen wurden. Die baurechtliche Situation: „Derzeit liegt kein Baurecht vor und die BGZ würde eine Ablehnung vom Kreis Höxter bekommen. Die BGZ ist gar nicht im Verfahren.“ Das ließe sich nur ändern, wenn Gesetze geändert würden oder die Bundesrepublik Deutschland gegen den Kreis Höxter als Planungsbehörde klage. „Und das wäre ein Skandal.“

Blumen für den Garten

Borgentreicher Pflanzenflohmarkt lädt am 23. April zum Steinernen Haus

Borgentreich. Endlich wieder Pflanzenflohmarkt! In den vergangenen zwei Jahren ist der beliebte Borgenteicher Pflanzenflohmarkt aufgrund der Pandemie ausgefallen. In diesem Jahr findet er wieder statt.

Die Tage werden länger, die ersten Blumen sprießen und der Frühling hält Einzug. Das ist die ideale Zeit, um den eigenen Garten oder den Balkon zu pflegen und aus dem Winterschlaf zu holen. Und es ist die ideale Zeit, um sich mit anderen Pflanzenfreunden und Hobbygärtnern am historischen Steinernen Hauses zu treffen und auf dem Pflanzenflohmarkt zu stöbern.

Umfangreiches Wissen und Gartentipps

Am Steinernen Haus, zur Specke 4, in Borgentreich findet am 23. April von 9.00 – 13.00 Uhr wieder der beliebte Pflanzenflohmarkt statt, den die Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal zusammen mit der Landschaftsstation im Kreis Höxter zum 20. Mal ausrichtet. Neben Pflanzen, Samen und Gartenkunst werden jedes Jahr auch viele Gartentipps weitergegeben. Hierzu sind ausschließlich private Pflanzenliebhaber, Hobbygärtner und -künstler aufgerufen, sich mit einem kostenfreien Stand zu beteiligen.

Gartenkunst gab es im Garten am Steinernen Haus zu bewundern.

Viele Aussteller sind bereits seit vielen Jahren auf dem Borgentreicher Pflanzenflohmarkt vertreten. Sie tragen nicht zuletzt mit ihrem umfangreichen Wissen zur Attraktivität des Marktes bei, der sich immer auch als Austauschplattform über das gemeinsame grüne Hobby versteht.

Pflanzenliebhaber, Hobbygärtner und Hobbykünstler

Auch neue Gesichter sind natürlich immer gerne gesehen. Wie in den vergangenen Jahren zählen Hobbykünstler, die mit ihren vielfältigen Holz-, Stein- oder Metallkunstwerken Gärten verschönern, zu den weiteren Attraktionen des Marktes und können sich gerne ebenfalls um die kostenfreien Standplätze bewerben.

Da entlang: Zum Pflanzenflohmarkt der Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal.

Kaffee und Kuchen vom Team des Steinernen Hauses

Für die Verpflegung der Besucher sorgt wie gewohnt das Team des Steinernen Hauses, das auch gerne für Fragen rund um die Aktivitäten der Landschaftsstation und der Bürgerinitiative zur Verfügung steht.

Wer Lust hat sich mit einem eigenen Stand zu beteiligen, kann sich ab sofort bei BI-Mitglied Georg Sandten per E-Mail: sandtenwarburg@web.de um einen der begrenzten Standplätze bewerben.

Marktstände in der Weserstraße

„Kulturland isst“: Feierabendmarkt in Beverungen am 8. April 2022

Borgentreich/ Kreis Höxter. „Kulturland isst“ – unter diesem Titel werden seit dem Jahr 2020 Feierabendmärkte in den Städten Warburg, Beverungen und Brakel veranstaltet. Ziel ist es, die regionalen Wochenmärkte in den Fokus zu rücken, über klimafreundliche und regionale Ernährung zu informieren und regionale Wirtschaftskreisläufe zu stärken. Am 31. Mai endet das LEADER-Projekt. Der letzte Markt im Rahmen des Projektes findet am 8. April in Beverungen statt. (Unter dem Vorbehalt, dass die Corona-Regelungen es dann zulassen)

Region entwickeln und Klima schützen

Das LEADER-Projekt „Kulturland isst – Nachhaltig ernähren: Region entwickeln und Klima schützen!“ biegt auf die Zielgerade ein. Seit 2020 haben insgesamt sechs Feierabendmärkte (FAM) in Brakel, Beverungen und Warburg stattgefunden. Ein letzter Markt im Rahmen des Projektes wird am 8. April in Beverungen durchgeführt. Auf dem Rathausplatz und in der Weserstraße können Besucher von 14 bis 20 Uhr wieder einkaufen, flanieren, genießen und sich über regionale Lebensmittel informieren. Organisiert wird der Markt gemeinsam von der Bürgerinitiative (BI) Lebenswertes Bördeland & Diemeltal und Beverungen Marketing.

Feierabendmarkt auch in Ottbergen

Die Idee des LEADER-Projektes war es, die bereits seit dem Jahr 2018 in Warburg erfolgreich durchgeführten Feierabendmärkte auch auf andere Städte im Kulturland Kreis Höxter auszuweiten. Die Feierabendmärkte in der Warburger Altstadt und Neustadt sind bereits etabliert. Und auch in Beverungen und Brakel soll es mit den Feierabendmärkten nach Projektende weiter gehen. Die Idee der Feierabendmärkte zog auch schon weitere Kreise. In Ottbergen wurden in Eigenregie im vergangenen Jahr zwei Feierabendmärkte veranstaltet. Die Resonanz war, trotz der durch die Pandemie allgemein schwierigen Bedingungen, sehr gut. Auch in Ottbergen soll es in diesem Jahr daher wieder zwei Märkte geben.

Broschüre und Beratungsangebot für Städte im Kreis Höxter

Weiteres Interesse an den Feierabendmärkten gibt es in Nieheim und Bad Driburg. Derzeit wird von der Bürgerinitiative eine Broschüre erstellt, in der Erfahrungen und Handlungsempfehlungen aus dem LEADER-Projekt zusammengestellt werden. Diese Broschüre kann nach Fertigstellung erworben werden. Zusätzlich können Städte im Kreis Höxter, die ebenfalls Interesse an einem Feierabendmarkt haben, noch bis zum Projektende im Mai die Möglichkeit der Beratung in Anspruch nehmen.

Günter Schumacher neuer Projektleiter

Günter Schumacher

Die Beratung wird von der Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland & Diemeltal angeboten. Neuer Ansprechpartner als Projektleiter ist dort Günter Schumacher aus Borgentreich. Er hat die Nachfolge der bisherigen Projektleiterin Vera Prenzel angetreten. Günter Schumacher ist langjähriges Mitglied der Bürgerinitiative und sowohl mit der Region wie auch mit dem Projekt „Kulturland isst“ gut vertraut. Zu erreichen ist Günter Schumacher unter Telefon 05643-949870 oder per E-Mail info@bi-boerdeland.de.

Vermerken Sie nun schon einmal den 8. April im Kalender, an dem in Beverungen der letzte Feierabendmarkt des LEADER-Projektes stattfindet. Auch der Termin für den ersten Feierabendmarkt in der Warburger Altstadt steht bereits fest. Am 8. Juni heißt es in der malerischen Kulisse des Warburger Altstadtmarktes wieder „Warburg isst“. Der nächste Feierabendmarkt in Brakel ist am 25. März geplant.

Hochwasser bedroht geplantes Atommülllager Würgassen

Würgassen/Beverungen. Mit einer Protestaktion hat die Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland & Diemeltal auf die Gefahr von Hochwasser für das geplante Atommüllzwischenlager Würgassen hingewiesen. 40 beleuchte gelbe „Atommüllfässer“ wurden dazu am Bootshaus Beverungen in die Weser gelassen. Auf der Pressekonferenz erläuterten Mitglieder der BI ihre Bedenken am intransparenten Standortauswahlverfahren. Gutachter halten es für rechtswidrig.

Zentrales Atommüllzwischenlager für ganz Deutschland

Das Wasser spritzt und wieder landet ein mit Stein und Lichterkette gefülltes „Atommüllfass“ in der Weser. An langen Schnüren treiben 40 Behälter im Wasser. Heinrich Wenisch von der Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland & Diemeltal hatte die Idee zu dieser Aktion. Sie soll die Gefahr einer Hochwasserflut im Dreiländereck verdeutlichen. Und die Gefahr, die durch ein geplantes Atommüllzwischenlager entstehen könnte. Die BGZ (Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung) plant hier im hochwassergefährdeten Weserbogen bei Würgassen den Bau eines zentralen Atommüllzwischenlagers für radioaktive Abfälle aus ganz Deutschland. Ein Atommüllzwischenlager in einem hochwassergefährdeten Gebiet? Keine gute Idee. Das Weserbergland und die Weserregion bis zur Nordsee sitzen sprichwörtlich mit im Boot.

Risiko für Flut steigt durch Klimawandel

Auf die Hochwassergefahr ging der Geologe und Sachverständige Dr. Claus Schubert aus Hofgeismar bei der Pressekonferenz ein. Die Gefahr einer Hochwasserkatastrophe steige durch die Klimaveränderungen. Im letzten Juli im Ahrtal war zu sehen, was passieren kann. Autos, Brücken und ganze Häuser wurden fortgespült. „Keiner weiß, wann das nächste Weserhochwasser kommt. Das Risiko ist immer vorhanden“, sagte Schubert. Durch Bohrungen sei Hochflutlehm nachgewiesen, was beweise, dass das Wesertal seit Jahrtausenden Überschwemmungsgebiet sei.

Protestaktion der Bürgerinitiative an der Weser.
Mit beleuchteten gelben „Atomfässern“ wiesen Edith Götz und Josef Jacobi auf die Hochwassergefahr in Würgassen hin. © BI Lebenswertes Bördeland & Diemeltal

Salzablagerungen im Untergrund

Zu einem Auswahlverfahren gehört die geologische Untersuchung des Standortes. Das sei im vorliegenden Standortauswahlverfahren nicht ausreichend geschehen. „Risikofaktoren die gegen den Standort Würgassen sprechen, wurden nicht ausreichend gewürdigt“, betonte Dr. Claus Schubert. Als Beispiel nannte er Salzablagerungen im Untergrund. Bei Ausspülungen kann dies Erdfälle zur Folge haben, wie in unmittelbarer Nähe beim Nassen Wolkenbruch bei Trendelburg. Ein Beleg für Salzablagerungen seien die Salzsalinen bei Bad Karlshafen.

Pressekonfernz der BI am Bootshaus Beverungen
Geologe Dr. Claus Schubert erläuterte die Gefahren von Hochwasser und Erdfällen. © BI Lebenswertes Bördeland & Diemeltal

Expertengutachten stellt Rechtswidrigkeit fest

Auf ein Expertengutachten (Rechtsanwalt Siegfried de Witt, Prof. Dr. Karsten Runge) in dem der BGZ beim Auswahlverfahren Rechtswidrigkeit bescheinigt wird, wies Edith Götz hin. „Die intransparente Standortauswahl genauso wie das Scoring der in die Auswahl einbezogenen Flächen erfolgte unter Ausschluss der Öffentlichkeit der betroffenen Kommunen und ohne Diskurs innerhalb der Fachwelt. Eine unabhängige Datenerhebung sowie die Evaluierung des gesamten Auswahlprozesses fand nicht statt. Die nicht nachvollziehbare Auswahl und Gewichtung der Kriterien wurde nicht ausreichend begründet und keinem öffentlichen und fachlichen Review unterzogen,“ erklärte Edith Götz.

Steigende Verkehrsbelastung

Das geplante Atommüllzwischenlager sorgt auch für eine steigende Verkehrsbelastung in der Region. Neben dem zusätzlichen Güterverkehr auf der eingleisigen Strecke zwischen Ottbergen und Göttingen ist mit zusätzlichen LKW-Verkehr zu rechnen. Besonders auf den Zufahrtsstraßen im Solling oder der B 241 vom Autobahnanschluss Warburg nach Lauenförde. „Das Warburger Land und Borgentreich wären direkt betroffen“, sagte Josef Jacobi vom Vorstand der in Borgentreich ansässigen BI. So sei auch das „Nadelöhr“ Dalhausen eine besondere Gefahrenstelle.

Amazon würde hier nie bauen

Dr. Frank Woesthoff (NABU-Bundeskurator) betonte die Transparenz und Sorgfalt, mit der ein Standortauswahlverfahren durchgeführt werden muss. Wichtige Kriterien seien hier einfach beiseite gewischt worden. „Kein Amazon oder Logistiker würde auf die Idee kommen, hier ein Logistikzentrum hinzubauen. Kilometerweit entfernt vom nächsten Autobahnanschluss.“

Hoffen auf die neue Bundesregierung

Die Bürgerinitiative setzt nun auf die Politik. „Wir hoffen, dass mit der neuen Bundesregierung Bewegung in die Sache kommt“, unterstrich Hubertus Hartmann. Dies ist bei den Ländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen bereits der Fall. Ob ein Atommüllager im Wesertal notwendig ist, wollen die beiden Länder jetzt mit einem neuen Gutachten klären. Entsprechende Pläne wurden gerade bekannt gegeben.

Gelbe Fässer treiben in der Weser. Der Arbeitskreis „Würgassen“ der BI Lebenswertes Bördeland & Diemeltal, wies auf die Gefahr durch Hochwasser für das Atommüllzwischenlager Würgassen hin. © BI Lebenswertes Bördeland & Diemeltal

Fotogalerie Aktion Würgassen

Der zweite Feierabendmarkt in Beverungen am 10. September 2021

Bis der zweite Feierabendmarkt in Beverungen stattfinden konnte, ging fast ein Jahr vorbei. Corona machte die Planung Anfang 2021 nahezu unmöglich, sodass ein Termin nach den Sommerferien ausgesucht wurde.

Mit vielen kulinarischen Leckereien, wie der regionalen Besonderheit Mini-Calzone am Pizzawagen La Strada, den Schnitzer-Backwaren der Bäckerei Rode, frischer Pasta von Feines Sößchen, Burger und Pommes von Camp Cuisine, Wildspezialitäten vom Gut Amelunxen und den Hot Dogs mit Rindswürstchen von Heimatgenuss aus Dalhausen konnten alle Besucherinnen und Besucher auf ihre Kosten kommen. Auch für regionale Getränke wurde mit dem eigens für Beverungen gebrauten Bier Mochen-Craft und der Heimat-Apfesaftschorle von Streuobstwiesen aus dem Kreis Höxter gesorgt.

Genießen & Informieren & Einkaufen

Doch nicht nur zum Essen und Trinken lädt der Feierabendmarkt ein. Er ist auch dafür gedacht, nach Feierabend noch den Wochenmarkteinkauf erledigen zu können. Erst Genießen und dann Einkaufen bevor es auf den Heimweg geht, das bietet sich gerade an einem Freitag Nachmittag! Mit insgesamt 25 Verkaufs- und Informationsständen war wieder viel Auswahl in Beverungen gegeben. Die Händlerinnen und Händler des Wochenmarkts boten mit verlängerten Standzeiten bis 20 Uhr Obst, Gemüse, Käse, Wurst und Fleischwaren, griechische Spezialitäten und Backwaren an und wurden ergänzt vom Imkerstand und den Essensständen.

Ausgewählte Kunsthandwerker & Kinderaktionen

Zusätzlich waren ausgewählte Kunsthandwerker und -handwerkerinnen mit von der Partie, die ihre Produkte hier in der Region herstellen. Die Strahlerei Frank Tegethoff, nachhaltiger Schmuck, Holzkunst und die Upcycling Fairy. Hier wird gezeigt, dass alte Kleidung noch ein schönes und nützliches „zweites Leben“ haben kann.
Für Kinder wurde dieses Mal auch etwas ganz besonderes geboten. Neben dem Umwelt-Quiz und dem Aktionsstand „Wie trenne ich richtig Müll“ konnten Insektenhotels mit dem Team vom Kindertreff der katholischen Gemeinde St. Johannes Baptist gebastelt werden. Super, um für Biodiversität im eigenen Garten zu sorgen! Und für alle, die eine Pause vom Basteln brauchten gab es eine Hüpfburg.

Vielfältiges Programm

DJ Alex B. begleitete den Feierabendmarkt am Mischpult, sorgte für musikalische Unterhaltung und die gewisse Verweil-Atmosphäre. Live-Musik von Lissy Glänzer war ein zusätzliches Highlight für Ohren und Augen vor Carola’s Café. Doch auch die etwas verregnete Fundsachenversteigerung vermittelte die Idee hinter dem Feierabendmarkt. Inspiration zum regionalen Kochen gab es an den Verkaufsständen selbst und durch die Rezeptkarten zum Mitnehmen, die direkt eine Einkaufsliste stellten.

Reuse, reduce, recycle

Reuse, reduce, recycle – nach diesem Motto wird der Feierabendmarkt gestaltet. Möglichst ohne Verpackung einkaufen, wenig Ressourcen verbrauchen und durch regionale, saisonale Produkte den eigenen CO2-Abdruck verringern. Zu diesen Themen gab es auch am Stand der BI Lebenswertes Bördeland und Diemeltal und dem Stand der Verbraucherzentrale des Kreis Höxter Informationen. Die BI Atomfreies 3-Ländereck informierte über die aktuelle Planung zum Atommüllzwischenlager. Außerdem konnte man Mitglied in der BI werden um sich in unserer schönen Region aktiv gegen das Lager einzusetzen.

Hier gibt es Impressionen vom zweiten Feierabendmarkt in Beverungen:

BI lädt zur Jahreshauptversammlung am 10. November ein

BI Lebenswertes Bördeland hat trotz Einschränkungen durch Corona im Jahr 2021 viel bewegt – im nächsten Jahr werden noch mehr Projekte angegangen

Im Jahr 2020 musste die Jahreshauptversammlung der BI Corona-bedingt ausfallen. Umso mehr zu berichten, diskutieren und entscheiden gibt es bei der diesjährigen Mitgliederversammlung. Der BI-Vorstand lädt dazu am Mittwoch, 10. November 2021, ab 19 Uhr ins Pilsstübchen Eschenberg in Natzungen ein.
Das wichtigste direkt vorweg: Alle anwesenden Mitglieder stehen dieses Jahr wieder einmal vor der wichtigen Aufgabe, einen neuen Vorstand zu wählen.

Feierabendmärkte konnten trotz Corona stattfinden

Doch nicht nur das, die Tagesordnung ist mit zwei Gastvorträgen und Berichten aus nun zwei Jahren Geschäftsstellenbetrieb gut gefüllt. Zwar konnten 2020 und 21 nicht alle „traditionellen“ Veranstaltungen der BI durchgeführt werden. So müssen zum Beispiel der beliebte Pflanzenflohmarkt und die Bio-Brotbox-Aktion in den umliegenden Grundschulen auf ein Revival im nächsten Jahr hoffen. Doch mit der Expansion der Feierabendmärkte konnten in diesem und dem vergangenen Jahr gelungene Akzente gesetzt werden. Nachdem in Warburg die Feierabendmärkte seit nun vier Jahren fester Bestandteil des Jahresprogramms sind, haben auch Brakel und Beverungen die abendlichen Märkte mit Charme in diesem Jahr wiederholt und wollen sie weiter fortführen. Schöne Gelegenheiten für die BI, in der Region sichtbar zu sein und präsent zu bleiben.

Zwei Gastvorträge geben Einblick in Geschehnisse aus der Region

Mit einem Gastvortrag zum Bio-Wertschöpfungszentrum in Eissen bringen Brigitte Hilcher (Landesverband der Regionalbewegung NRW) und Klaus Engemann (Biohof Engemann) eine neue Idee für regionale Versorgung mit Bio-Lebensmitteln in die Runde. Welche Entwicklungen sich daraus für die Region ergeben könnten gilt es zu erörtern. Gerade vor dem Hintergrund, dass der Kreis Höxter nun auch Ökomodellregion ist, ein spannendes Thema.
Viele Mitglieder sind sicher auch gespannt, wie der Stand der Planungen zum Atommüllzwischenlager in Würgassen aussieht. Mit eindrucksvollen Aktionen vor Ort, wie der Rollrasen-Demo, hat die BI dieses Jahr ihre Forderung nach der versprochenen Grünen Wiese auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerkes unterstrichen. Es hat sich aus den Reihen der BI ein Arbeitskreis Würgassen gebildet und Edith Götz wird hieraus die neuesten Erkenntnisse darstellen.

Der Vorstand freut sich darauf, zusammen mit möglichst vielen Mitgliedern die zukünftigen Entwicklungen des Vereins bei der Jahreshauptversammlung der BI zu gestalten.

Die Tagesordnung und weitere Infos gibt es in der Einladung zur Jahreshauptversammlung.

Zweiter Feierabendmarkt in Brakel

Die Feierabendmärkte in Brakel starten ins zweite Jahr, darüber freut sich die BI gemeinsam mit der Stadt Brakel. Nachdem die Premiere im Oktober vergangenen Jahres als Erfolg verbucht werden konnte – und das trotz Regen und unter Corona-Bedingungen – können in diesem Jahr bereits mehr Zusagen verzeichnet werden. Am 22. Juni von 16 bis 20 Uhr ist es soweit und es heißt wieder: Nach der Arbeit Einkaufen wie auf dem Wochenmarkt – regionale Spezialitäten genießen – Wissenswertes rund um Klimaschutz erfahren – den Feierabend bei einer Brotzeit einläuten – Schlendern oder Verweilen – all das ist auf dem Feierabendmarkt möglich!

Konsum nachhaltig gestalten

In enger Zusammenarbeit mit der Marktleitung in Brakel konnte ein rundes Angebot zusammengestellt werden. Ziel ist es, zu zeigen, wie jede:r einzelne von uns durch kleine Handlungen im Alltag zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen kann. Tägliche Konsumentscheidungen stehen in einem engen Zusammenhang mit einigen klimarelevanten Problemen. Dadurch tun sich jedoch auch viele Möglichkeiten auf: Der bewusste Griff zu regionalen und saisonalen (Bio-) Produkten auf dem Wochenmarkt, die Entscheidung, weniger tierische Produkte zu essen, sowie die restlose Verwertung von Lebensmitteln bieten jedem und jeder von uns die Chance, den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.  Regionale Produkte haben einen Mehrwert für unsere Regionen und die Umwelt und sind daher ihren Preis wert – das soll im Projekt herausgestellt werden.

20 teilnehmende Stände für den Feierabendmarkt am 22. Juni 2021:

  • Bäckerei Rode – Backwaren, Waffeln, Kaffee
  • Aus gutem Grund Unverpackt – unverpackte Lebensmittel und Kosmetikprodukte
  • Imkerei Hensel – Honig, Imkereiprodukte, Äpfel
  • Sauter Fischlädchen – Fischverkauf, Flammlachs
  • Wiegmann – Fleisch- und Wurstverkauf, Bratwurst
  • Rittergut Meinbrexen – Erdbeeren und Erdbeerprodukte
  • Nizaros griechische Spezialitäten – vegetarische Antipasti, Oliven, Aufstriche
  • Feines Sößchen – Grillsoßen, Pastasoßen, frische Pasta
  • Biohof Engemann
  • Landfrauen – herzhafte Kartoffelwaffeln, Erdbeerbowle
  • Edelobstbrennerei Bellersen
  • Töpfer Schmid – Töpfereiprodukte aus Körbecke
  • Käding – Haushaltswaren
  • Brinkmann – Gestricktes und Kinderkleidung
  • Aktion Hummelwiese – Blühpatenschaften
  • BI Atomfreies Dreiländereck – Infostand zum geplanten Atommüller-Zwischenlager in Würgassen
  • Klimamanager Stadt Brakel – Saatgut und Obst-/Gemüsebeutel
  • Martina Drüke – Marmeladen
  • Café Tante Erna – Getränkeversorgung und vegetarische Karte

Gewinnspiele und Handy-Sammelstation

Bei verschiedenen Mitmachaktionen, die von Produkt-Upcycling über regionale Gewinne am Glücksrad bis zum Nachhaltigkeits-Quiz reichen, erleben alle Interessierten, was klimabewusster Konsum ist. Unsere BI ist mit vielen Infos zu den Auswirkungen von Ernährungs- und Konsumgewohnheiten auf Klima und Umwelt, sowie Tipps für einen klimafreundlichen Alltag vertreten. Außerdem wird es ein Gewinnspiel geben, bei dem unter anderem „Brakel isst“ Brettchen verlost werden. Die Sammelstation für ausgediente Handys und Smartphones wird es ebenfalls wieder geben.

Die Einzelhändler in der Brakeler Innenstadt beteiligen sich mit verlängerten Öffnungszeiten bis 20 Uhr am Feierabendmarkt. Unter den Kund:innen werden anlässlich des besonderen Events nach den langen Schließungen Gutscheine für den Einkauf verlost. Der Werbering freut sich, dass durch den Feierabendmarkt auch die Innenstadt belebt wird.

Die musikalische Begleitung erfolgt ganz regional durch Peter Markus aus Brakel. Er wird mit Gitarre und Gesang eine schöne Atmosphäre auf dem Veranstaltungsgelände zaubern.

Durch LEADER von der EU gefördert

Im Rahmen des LEADER-Projekts „Kulturland isst – Nachhaltig ernähren: Region entwickeln und Klima schützen“ wurde das Konzept der Feierabendmärkte von Warburg aus auf die beiden Städte Brakel und Beverungen übertragen. Dabei hat jede Stadt ihren eigenen Charakter und trotz der Nähe zu den anderen Feierabendmärkten auch ein unterschiedliches Angebot. Diese Vielfältigkeit im Kreis feiern die Besucherinnen und Besucher bei den Märkten und genießen die zahlreichen regionalen Spezialitäten.

„Wir schaffen die versprochene grüne Wiese“

Symbolisch wird eine grüne Wiese auf dem Gelände des ehemaligen AKWs eingesät.

Mitte Juni trafen sich etliche Bauern und weitere Bürgerinnen und Bürger vor dem ehemaligen Atomkraftwerk Würgassen und säten in einer Aktion Rasen ein.
Der Arbeitskreis Würgassen der BI Lebenswertes Bördeland und Diemeltal will mit dieser Einsaataktion genau das einfordern, was den Bürgerinnen und Bürgern im Dreiländereck sowohl mündlich als auch schriftlich immer wieder in Bezug auf den Atomstandort Würgassen versprochen wurde!

Hintergrundinfos: Broschüre der E.ON Kernkraft GmbH: „Vom Kernkraftwerk zur grünen Wiese“

Als letzten Rückbauschritt wird in dieser Veröffentlichung der Abbau der Gebäude und die Rekultivierung des Geländes beschriebenDie BI Lebenswertes Bördeland und Diemeltal fordert gemeinsam mit allen Einwohnern unseres Dreiländerecks:

  • Die Planungen zur Errichtung des Zwischenlagers „Würgassen“ müssen sofort gestoppt werden. Der Umgang mit der Lagerung und des Transports von radioaktiven Stoffen gehören auf „Null“ gesetzt. Die Planung muss transparent und partizipativ neu begonnen werden.
  • Gerade die neuesten Entwicklungen am geplanten Endlagerstandort in Salzgitter zeigen auf, welche Gefahr ein mögliches Atomzwischenlager Würgassen für unsere Heimat bedeutet. Ist Würgassen erst genehmigt und der „Schacht Konrad“ als mögliches Endlager aus dem Rennen, ist es nur wahrscheinlich, dass die in Würgassen errichtete (125 m breite / 350 m lange und 16 m hohe) Lagerhalle ein Bundesendlager für schwach- und mittelradioaktiven Müll wird.
  • Würgassen soll rekultiviert werden. Mehr als 20 Jahre haben wir mit dem Atomkraftwerk Würgassen leben müssen. Diese Region hat sich nach der Abschaltung des Atomreaktors einen Namen als Naherholungs- und Feriengebiet aufgebaut. Wir wollen in Zukunft positive Schlagzeilen liefern. „Die Rekultivierung beginnt heute……………..“

Weitere Infos:

Zeitungsartikel im Täglichen Anzeiger zur Rollrasen-Demo

Zeitungsartikel in der Neuen Westfälischen zur Rollrasen-Demo

In dieser Broschüre wurde der Rückbau des AKWs und die „Grüne Wiese“ versprochen.

BI und Regionalbewegung unterstützen Volksinitiative Artenvielfalt NRW

Die Volksinitiative Artenvielfalt NRW geht in den Endspurt. Die Zeit, um Unterschriften gegen den Artenschwund zu sammeln, ist nun fast vorüber! Die Volksinitiative Artenvielfalt NRW startete im Juli vergangenen Jahres und sammelt bis zum 1. Juni 2021 unsere Stimmen. Der Landesverband der Regionalbewegung NRW und die BI sind mit der gemeinsamen Geschäftsstelle in Borgentreich unter den zahlreichen Bündnispartnern dieses Projekts. Damit der Landtag NRW dazu gezwungen ist, über das Artensterben und entsprechende Maßnahmen zu beraten, müssen in NRW 66.000 Unterschriften zusammengetragen werden. Wer wahlberechtigt ist und seinen Hauptwohnsitz in NRW hat, konnte die Volksinitiative unterstützen.

Die Regionalbewegung NRW und die Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal haben am Mittwoch, den 26. Mai 2021, auf dem Altstadt-Marktplatz in Warburg die letzten Unterschriften gesammelt.

Mit dem Ziel, greifende Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität zu erwirken, organisieren die NRW-Landesverbände des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW (LNU) und des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) die Volksinitiative Artenvielfalt NRW.
Unter dem Motto „Insekten retten – Artenschwund stoppen“ legen die Verbände in acht zentralen Handlungsfeldern konkrete Handlungsvorschläge zum Stopp des Artenschwundes und zur Förderung der biologischen Vielfalt in NRW vor. Gefordert werden unter anderem eine Absenkung des Flächenverbrauchs und langfristig ein Stopp von Flächenversiegelung. Um Arten zu schützen, soll ein Biotopverbund geschaffen werden, der etwa ein Fünftel der Landfläche NRWs umfasst. Zusätzlich soll ein stärkerer Fokus auf die Förderung naturverträglicher Landwirtschaft gesetzt werden. Weitere Informationen zum Inhalt der Initiative finden Sie hier: www.artenvielfalt-nrw.de/
Zur Halbzeit zog die Volksinitiative Artenvielfalt NRW eine positive Bilanz: Mehr als 70.000 Unterschriften wurden trotz großer Beschränkungen durch die Corona-Pandemie bereits gesammelt. Die BI und die Regionalbewegung NRW freuen sich, einige Stimmen aus dem Kreis Höxter beisteuern zu können und bedanken sich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern!