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Warburg Neustadtmarkt

Feierabendmarkt Warburg in der Neustadt sehr gut besucht

Feierabendmarkt Warburg erstmals an einem Freitag

Der zweite Warburger Feierabendmarkt fand am 5. August auf dem Neustadtmarktplatz statt. Erstmals wurde der Markt diesmal an einem Freitag durchgeführt. Und die Resonanz war gut. Das dürfte auch am freundlichen Wetter gelegen haben. Pünktlich zur Eröffnung verzogen sich die dunklen Wolken und die Sonne blinzelte hervor.

Rund um den Antonius-Eisenhoidt-Brunnen herrschte reges Markttreiben. © BI Lebenswertes Bördeland & Diemeltal

Regionales Einkaufen mit musikalischer Begleitung

Organisiert wurde der Markt wieder von der Hansestadt Warburg und der Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal e.V. (BI). Gemeinsam luden sie zum regionalen Einkaufen und gemütlichen Beisammensein mit musikalischer Begleitung von Bands aus Warburg und Umgebung ein. Sie sorgten so für ein Einkaufserlebnis der besonderen Art.

„Bei einem Feierabendmarkt kann sich die Region in der Stadt präsentieren und die regionale Verankerung nach außen tragen. Daher sehen wir den Feierabendmarkt als sehr identitätsstiftend für die Hansestadt an“, sagte Jana Berger (BI). Sie freute sich über die zahlreichen Besucher, die sich auf den Weg in die Warburger City gemacht hatten.

Bands sorgen beim Feierabendmarkt für Stimmung

Eröffnet wurde der Markt ab 16.00 Uhr, bei dem Lothar Hartmann von der Musikschule Warburg gGmbH den ersten Musikpart bestritt. Verschiedene Cover-Songs von Frank Sinatra, über Udo Jürgens, bis hin zu Louis Armstrong sorgten für ordentlich Stimmung. Lothar Hartmann arbeitet in der Musikschule als Lehrer für Blechblasinstrumente und ist gleichzeitig im Rahmen des Kooperationsprogramms „Musikklasse“ für die 5. und 6. Klasse am Hüffertgymnasium in Warburg aktiv.

Ein weiterer musikalische Höhepunkt: ab 17.30 Uhr spielte die Band Acoustic Trouble aus Warburg. Sie spielten Revivals von Neil Young, David Bowie, Marius Müller-Westernhagen, Bruce Springsteen oder Udo Lindenberg. Die Band besteht aus Stefan Störmer (Cajon, Gesang), Achim Hoppe (Gitarre, Gesang) aus Wettesingen, sowie die Warburger Katharina Störmer (Keyboard, Gesang) und Kristjan Annen (Bass).

Regionale Spezialitäten bei Feierabendmarkt sehr gefragt

Für das leibliche Wohl sorgen wieder die unterschiedlichsten regionalen Stände und auch Handwerkliches bot der Feierabendmarkt Warburg. Die Veranstaltungen möglicht müllarm durchzuführen ist ein wesentliches Merkmal der Feierabendmärkte.

„Wir möchten den charmanten Charakter der Feierabendmärkte erhalten“, so Jana Berger von der BI. „Wir wünschen uns weitere helfende Hände.“ Die BI freut sich sehr über Zuwachs und gibt bei Interesse zum Engagement gerne weitere Auskunft.

Bürgerinitiative freut sich über neue Unterstützer

Für weitere Informationen besuchen Sie die Website der Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal e.V. [https://bi-boerdeland.de/].

15 Teilnehmende Stände:

Landfleischerei Manuel Ellermann – Fleisch, Wurst, Schinken, Geflügel, etc.

Erdbeer- & Spargelhof Fülling – Käse, Gemüse, Direktverzehr

Imkerverein Warburg – Honig, Imkereiprodukte

Martin Flore – Honig

Food Truck, Skirde – Bürger & Pommes aus eigner Herstellung, Wurst, Eis

Fatema Almasri – Falafel-Pommes, Grillhähnchen, Currywurst

Diakonie Warburg – Waffeln und Kaffee

Warburger Sportverein e.V. – Regionale Getränke Warburger Bier und Germeta, Wein und Sekt aus Bio Anbau, bzw. regionaler Herkunft

Papperlapack – Unverpacktes in Warburg – Unverpackte Snacks zum Probieren

Doris Kuhlke – Selbstgemachte Karten und Socken

Ursula Zehbold – Aus eigener Herstellung: Besteck-/Schmuck, Mützen, Socken, Topflappen etc.

Zweite Heimat – In Warburg produzierte Tischsets, Kissen, Schürzen, Topflappen, etc.

Kirchberghof – Verkauf von Büchern und kl. Deko-Art. und Infos zur Kirchberghofarbeit

Fair-Welt-Laden – Verkauf im Laden mit verlängerten Öffnungszeiten zum Feierabendmarkt

BI Lebenswertes Bördeland & Diemeltal – Geschirrmobil + Infos über die Arbeit der BI

„Sofortiger Stopp aller Planungen rund um das ZBL Würgassen“

Petition der Bürgerinitiative (BI) Lebenswertes Bördeland und Diemeltal e.V.

In den letzten Monaten hat der Arbeitskreis Würgassen der BI „Lebenswertes Bördeland und Diemeltal“ eine Petition gegen das geplante ZBL (Zentrales Bereitstellungslager) in Würgassen an den Bundestag erarbeitet. Darüber informierte die BI im Rahmen eines Pressegesprächs auf der Burg Herstelle mit Sicht auf Würgassen.

Der BI-Arbeitskreis Würgassen und Oliver Ullroth auf der Burg Herstelle mit Blick auf das abgeschaltete AKW
Bürgerinitiative mit Landtagsabgeordneten (v.l.): Hubertus Hartmann, Prof. Dr. Dr. Martin Hörning, Edith Götz, Heinrich Wenisch und Oliver Ulloth (MdL).

BI erachtet Petition an Bundestag für notwendig

Im Vorfeld hatte es bereits einen Austausch mit der Politik gegeben. „Unabhängig vom kürzlichen Besuch der Staatssekretäre aus dem Umweltministerium, die bei ihrem Termin vor Ort zwar eine Prüfung des gesamten Vorgangs angekündigt haben, erachtet die BI diesen Weg einer Petition an den Ausschuss des Bundestages dennoch für notwendig“, so Prof. Dr. Dr. Martin Hörning.

„Wir hatten Gelegenheit den Staatssekretären einen kurzen Einblick in die Widersprüche und Unzulänglichkeiten des Verfahrens zu geben. Dabei haben wir bereits darauf hingewiesen, dass für eine ausreichende Darstellung ein solch kurzer Austausch bei weitem nicht ausreichend ist. Alle Themenbereiche und Versäumnisse dieses vollkommen unzulänglichen Verfahrens lassen sich so nicht umfassend darstellen. Wir benötigen dazu einfach einen anderen Rahmen,“ sagte Edith Götz von der BI Bördeland zu der Motivation einer Petition.

Würgassen einer der infrastrukturell am schlechtesten angebundenen Standorte

Würgassen ist infrastrukturell einer der am schlechtesten angebundenen Standorte. Es ist unlogisch hier ein Bundeszwischenlager für den gesamten Atommüll Deutschlands mit komplexem Logistikbetrieb zu errichten. Gegen die Pläne der BGZ existiert bereits eine an den Bundestag gerichtete Online-Petition mit rund 12.000 Unterschriften.

Dazu erklärt Hubertus Hartmann: „Die alte Petition hat grundsätzlich die richtige Zielrichtung. Sie wurde aber bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt kurz nach Bekanntwerden der Pläne initiiert. Inzwischen wurden viele darüber hinausgehende Erkenntnisse zusammengetragen, die eine inhaltliche Aktualisierung erforderlich machen. Sowohl im Hinblick der Tiefe als auch der Zielrichtung geht unsere Petition weit darüber hinaus. Die Petition ist daher weniger als Fortschreibung, sondern als deutlich weitergehendes Anliegen zu verstehen.“ Die Mitglieder des Arbeitskreises sind Ansprechpartner. Sie haben sich umfassend und intensiv mit allen Detailfragen befasst.

Personelle und inakzeptable institutionelle Verflechtungen

„Dabei werden in jedem einzelnen Themenbereich die jeweiligen Widersprüche und Fehler der bisherigen Planung nachgewiesen und ausführlich erläutert“, erklärt Heinrich Wenisch. „Angefangen von der politisch motivierten Standortsuche, dem „Wegschieben“ aus der Region Salzgitter gegen alle Sachgründe, werden auch die personellen und inakzeptablen institutionellen Verflechtungen, die sich durch das gesamte Verfahren hindurchziehen, beleuchtet.“

Die Missachtung der zwingenden und eindeutigen Vorgaben der Entsorgungskommission zur Standortwahl, das willkürliche und unwissenschaftliche Vorgehen im Scoringverfahren, die widersprüchliche Logistikplanung unter Negierung vorliegender Fakten aus bestehenden Gutachten, das „alternativlose“ Vorgehen, das keinerlei Resilienz aufweist und für ein Vorhaben derartigen Ausmaßes vollkommen inakzeptabel ist, die zum Teil mangelhaften und interessengesteuerten Gutachten bis hin zu dem gutachterlich bescheinigten „rechtswidrigen“ Planungsprozesses, der jeglichen Planungsstandards widerspricht sind weitere Aspekte der Petition.

Ziel ist ein Neustart dieses Verfahrens

„Diesen eindeutigen Argumenten und Beweisen, dass das Verfahren nicht dem entspricht, was Bürger eines Rechtsstaates erwarten können, kann sich der Petitionsausschuss nicht verschließen,“ hofft die Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland. „Unser Ziel ist ein Neustart dieses Verfahrens, das aufgrund mangelhafter Grundlagenermittlung, mangelhafter Abwägung, Gewichtung und Ausgleich der Belange nicht den Anforderungen an eine rechtsstaatliche Planung genügt.“

Unterstützt werden die Petenten vom Vorsitzenden des Petitionsausschusses des Hessischen Landtags, Oliver Ulloth, dessen Wahlkreis auf hessischer Seite unmittelbar an Würgassen angrenzt. Der Landtagsabgeordnete teilt die vorgetragenen Argumente der BI und kritisiert die getroffene Standortauswahl der BGZ bezüglich Würgassen als offenkundig intransparent.

Vorsitzender des Petitionsausschusses unterstützt Petition

Im Hinblick auf das Petitionsverfahren erklärt Ulloth: „Die Eingabe einer Petition an den Bundestag ist ein Jedermannsrecht von Verfassungsrang, welches gerade auch in komplexen Sachverhalten wie diesem dazu geeignet ist, eine erneute Überprüfung von behördlichen Entscheidungen anzustoßen. Die Volksvertretung bekommt Dank der BI nunmehr die Gelegenheit, sich intensiv mit den fundiert und in der notwendigen Tiefe vorgetragenen Argumenten zur fehlerhaften Standortauswahl zu befassen.“ Sollte der Petitionsausschuss sich nun dem Thema Würgassen inhaltlich stellen, könne nochmal deutlich mehr Bewegung in die Standortfrage kommen. 

Ulloth will die BI in ihrem Petitionsverfahren weiter begleiten. Er möchte seinerseits dazu beitragen, dass die bestehenden Möglichkeiten eines solchen Verfahrens ausgeschöpft werden.

Altstadtmarktplatz Warburg

Feierabendmarkt Warburg: Trotz Regen mit sehr positiver Resonanz

Regional Einkaufen und Schlemmen auch bei Sommerregen

Die Warburger hält nichts von einem Besuch auf ihrem Feierabendmarkt ab. Dank Regenschirm und Zelt konnte auch während des Regens eingekauft und geschlemmt werden. Die Aussteller*innenwarn sehr zufrieden: Trotz Regen, war der Feierabendmarkt Warburg ein voller Erfolg!

Dagmar Gluns und Jana Berger (BI Bördeland) mit Ricarda Brieger und Katrin Hoppe (Papperlapack – Unverpacktladen i. G.) am Plaschbecken, an dem auf die Reduzierung von Verpackungsmüll hingewiesen wurde. © BI Lebenswertes Bördeland & Diemeltal

Feierabendmarkt Warburg setzt auf Müllvermeidung

Auf dem Feierabendmarkt hatte die Bürgerinitiative diesmal ein Planschbecken aufgebaut. Nicht um zu Baden, sondern um auf die Reduzierung von Verpackungsmüll hinzuweisen. Mit einem Kescher „fischten“ die Besucher Verpackungsmüll. Infotafeln wiesen darauf hin, wie sich dieser vermeiden oder weiterverwerten lässt.

Regionale Spezialitäten lockten auf den Altstadtmarkt

Handgefertigte und faire Produkte im Angebot

Marktstände Warburg Altstadt
Am Verkaufsstand der Zweiten Heimat wurden wieder selbstgefertigte Handarbeiten angeboten. © BI Lebenswertes Bördeland & Diemeltal
NRW-Landtagswahl Beverungen Podiumsdiskussion Würgassen

Schwarz-Grün muss Farbe bekennen

Der Arbeitskreis Würgassen der Bürgerinitiative „Lebenswertes Bördeland und Diemeltal“ fordert sowohl die nordrhein-westfälischen Grünen, als auch die CDU auf, sich in ihren Koalitionsgesprächen (Schwarz-Grün) eindeutig zum geplanten Atommülllager Würgassen zu äußern.

Vertreter von CDU und Grünen lehnen Vorhaben ab

Auf der von unserer Bürgerinitiative durchgeführten Podiumsdiskussion in Beverungen (4. Mai 2022) äußerten sich die beiden Vertreter der möglichen Koalitionsparteien unmissverständlich ablehnend gegenüber diesem Vorhaben. Herr Matthias Goeken (MdL) als auch Frau Uta Lücking (Wahlkreiskandidatin der Grünen) kritisierten sowohl das Auswahlverfahren, als auch die Vorgehensweise der BGZ.

Schwarz-Grün muss Sorgen der Bürger ernst nehmen

Die Aussagen in diesem Koalitionsvertrag müssen die berechtigten Sorgen der Bürger unseres Dreiländerecks widerspiegeln. Ein „weiter so“ darf es nicht geben. Eine zukünftige Landesregierung muss einen absoluten „Neustart“ des Auswahlverfahrens bei der Bundesumweltministerin Frau Steffi Lemke erwirken.

Ein „weiter so“ darf es nicht geben

Dieses Schreiben leiten wir an Frau Lücking und Herrn Goeken zur Weiterleitung an deren NRW-Verhandlungsführer (Frau Mona Neubauer, Herr Hendrik Wüst) weiter.

Hubertus Hartmann

Arbeitskreis Würgassen

Bürgerinitiative „Lebenswertes Bördeland und Diemeltal“

3. Feierabendmarkt Beverungen mit regionalem Flair

Der dritte Feierabendmarkt fand am Freitag in Beverungen statt. Unter dem Motto „regional & lokal einkaufen bis in die Abendstunden“ präsentierten sich rund 25 Verkaufs- und Infostände in der Weserstraße und auf dem Rathausplatz.

Das Projekt „Kulturland isst“ biegt auf die Zielgerade ein: Insgesamt sieben Feierabendmärkte wurden in den vergangenen zwei Jahren in Warburg, Beverungen und Brakel durchgeführt. Am Freitag fan der letzte Markt in Beverungen statt.

Der Feierabendmarkt in Beverungen war der letzte im Rahmen des LEADER-Projektes „Kulturland isst – Nachhaltig ernähren: Region entwickeln & Klima schützen!“ Insgesamt sechs Märkte waren bereits in Brakel, Beverungen und Warburg veranstaltet worden.

3. Beverunger Feierabendmarkt

Datum: Freitag, 08. April von 14 bis 20 Uhr

Ort: Rathausplatz, oberer Abschnitt der Weserstraße und im teilnehmenden Einzelhandel

– Themen: regionale Produkte, Nachhaltigkeit, Müllvermeidung, Umwelt-/Ressourcenschutz, u. ä.

– Veranstalter: Beverungen Marketing e.V. & Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal e.V.

– Motto: regional & lokal einkaufen bis in die Abendstunden

– Straßensperrung: oberer Teil der Weserstraße (Einmündung Lange Str. bis Einmündung Burgstr.) von 12-22 Uhr, Halteverbot ab 8 Uhr

– DANKE an alle, die an der Organisation und der Durchführung des Feierabendmarktes mitwirken

Programmpunkte:

– erweitertes Angebot des Wochenmarktes (Schwerpunkt: regionale Lebensmittel)

– mitbringen: eigene Behälter und Taschen für den Einkauf

– ca. 25 Verkaufs- und Informationsstände, darunter einige ausgewählte Kunsthandwerker, die ihre Produkte hier in der Region herstellen (Schmuck aus Wesermuscheln, Holzkunst, Seifen)

– Musik: MaX Showtechnik GbR und Live-Musik von 17-19 Uhr vor Carola´s Café (Lissy Glänzer & Alexander Glas)

– Rezeptkarten zum Mitnehmen liegen aus (lokales Hauptgericht und eine Nachspeise – die Zutaten können zum Großteil direkt auf dem Markt eingekauft werden)

– kleine Hüpfburg für Kinder

– kulinarische Leckereien: Mini-Calzone (Pizzawagen La Strada), Schnitzer-Backwaren (Bäckerei Rode), Pasta & Saucen (Feines Sößchen), Hot Dogs (Heimatgenuss), Burger & Pommes (Camp Cuisine), Wildspezialitäten (Gut Amelunxen), Wildburger und Bowls (Pauli`s kleine Mahlzeit), Allersheimer + Bad Driburger (Getränke)

– Aktion „backCUP“ (regionales Pfandbechersystem) bei Bäckerei Rode

– Aktionsstand Landesgartenschau Höxter mit Dauerkartenverkauf

– Aktionsstand von der Toys Company Höxter (sammeln Spenden für die Deutsche Kinder-Krebs-Hilfe)

– Bücherflohmarkt der KJG

– Sitzgruppen und Stehtische zum Verweilen

– 19 Uhr Verlosung des Gewinnspiels auf dem Rathausplatz

Stromspar-Check und Energieberatung auf dem Feierabendmarkt in Beverungen
Der Kreis Höxter informierte beim Feierabendmarkt über den Stromspar-Check und Möglichkeiten der Energieeinsparung.

Folgende Aussteller waren in Beverungen dabei:

– Mosterei Peters, Willebadessen

– Imkerei Flore, Breuna-Wettesingen

– Feines Sößchen, Brakel

– Heimatgenuss GbR, Dalhausen

– S. Kieneke + C. Weichs, Amelunxen

– Dreeskornfeld GBR / Camp Cuisine, Lage

– aus gutem Grund – unverpackt Höxter e.K., Höxter

– JONKÄ, Beverungen

– River Valley Soap Company, Boffzen

– Pizza La Strada, Beverungen

– Paulis kleine Mahlzeit, Wehrden

– Ringelblume, Beverungen

– Biohof Krieger GbR, Herstelle

– upcycling fairy, Wehrden

– Toys Company, Höxter

– Förderverein Landesgartenschau Höxter

– Kreis Höxter und Verbraucherzentrale NRW

– Bürgerinitiative Atomfreies Dreiländereck

– Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal e.V. / Beverungen Marketing e.V.

Sammelstellen im Einzelhandel:

– alte Handys à schöngeküsst

– Flaschenkorken à Bioladen Ringelblume

– Briefmarken à City Kauf

– gut erhaltene Brillen à Loepp Optic

– leere Batterien à Rewe

– Stifte (defekte & leere Kugelschreiber, Filzstifte, Füller, Marker, Druckbleistifte) à Buchhandlung LESBAR

Sammelstellen an Ständen auf dem Feierabendmarkt:

– altes bzw. defektes Spielzeug à Toys Company

– leere Honiggläser des dt. Imkerbundes à Martin Flore

– gut erhaltene Bücher à Bücherflohmarkt der KJG oder im Bücherschrank

Verlängerte Öffnungszeiten im Einzelhandel (bis 20 Uhr):

Anna`s fashion, Carola´s Café, Bioladen Ringelblume, Loepp Optic, City Kauf, Schöngeküsst, Lieblingssachen, Betten-Paradies & Pension Schübeler, Buchhandlung LESBAR, Wäsche Point, Rewe, La Vie, Schuh Behler, Parfümerie Manegold

Zusätzliche Aktionen im Einzelhandel:

– Verkaufsstart vom „Beverunger Blütentraum“, erhältlich bei: Buchhandlung LESBAR, Floristik Kathrin Frischemeyer, Hörsysteme Häusler, schöngeküsst, Pflanzencenter Wohlgemuth, Raiffeisenmarkt

– Gewinnspiel am 08.04.: teilnehmende Geschäfte geben beim Einkauf pro Kunde eine Teilnahmekarte aus, mit der sie am Gewinnspiel teilnehmen können (Gewinn: Einkaufs-gutscheine von Beverungen Marketing e.V.), Abgabe der Teilnahmekarten am Stand von Beverungen Marketing, Verlosung um 19 Uhr auf dem Rathausplatz

– Schübeler: Kopfkissen selbst füllen (gibt es dann zum 1/2 Preis)

– City Kauf: spezielle Angebote für Spielwaren

– Wäsche Point: 25% Rabatt auf alles

– Buchhandlung LESBAR: Leseexemplare zu verschenken (nur solange Vorrat reicht)

– schöngeküsst: Seifenketten basteln, Prozentaktion

Feierabendmärkte: BI übergibt 100 gesammelte Altgeräte zum Recycling

Wehrden/ Kreis Höxter. Rund 100 alte Handys, Smartphones und Tablets übergab die BI Lebenswertes Bördeland jetzt auf der Abfallentsorgungsanlage in Beverungen-Wehrden zum Recycling. In den vergangenen zwei Jahren Jahren wurden die Geräte beim LEADER-Projekt „Kulturland isst, Region entwickeln und Klima schützen“ gesammelt.

Das geschah auf insgesamt sieben Feierabendmärkten in Warburg, Beverungen und Brakel. Auf den Märkten hatte die Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal (BI) einen Sammelbehälter aufgestellt. Darin konnten die Besucher ihre alten Handys, Smartphones und Tablets entsorgen. Viele alte Schätzchen können so der Wiederverwendung oder dem Recycling zugeführt werden.

Wiederverwendung dem Recycling vorzuziehen

„Nach den Grundsätzen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes ist die Wiederverwendung dem Recycling vorzuziehen ist. Es wird geprüft, welche Geräte wiederverwendbar sind“, erklärte Nicolas Witschorek, Abfallberater beim Kreis Höxter. Maximal 15 Prozent der Altgeräte kommen hierfür in Frage.

Bei alten Handys ist das Potential meist sehr gering ist, bei Smartphones ist der Zustand entscheidend und wie teuer Reparaturen sind. Vor einem Verkauf löschen die Entsorger vorhandenen Daten professionell.

Gold, Silber, Kupfer und Palladium durch Recycling gewinnen

Geräte die nicht wiederverwendbar sind, werden dem Recycling zugeführt. Bei alten Handys werden zunächst die Akkus entnommen. Dann erfolgt das Schreddern. Ziel ist, die enthaltenen Rohstoffe wie Gold, Silber, Kupfer und Palladium zu gewinnen. Nicht recycelbare und giftige Bestandteile wie Blei, Quecksilber, Arsen oder Kadmium entsorgen die Abfallexperten fachgerecht.

Nicolas Witschorek: „Bei Smartphones ist das Recycling schwerer. Die die Lithium-Akkus sind oft fest verbaut sind und können leicht explodieren.“ Sind die Akkus entnommen, gelangen auch diese Geräte zum Schreddern, um die enthaltenen Rohstoffe zurückzugewinnen.

Elektrogeräte nicht in den Hausmüll

Elektrogeräte dürfen nicht über den Hausmüll oder die Wertstofftonne entsorgt werden, unterstrich die Abfallwirtschaft des Kreises Höxter. In den Städten des Kreises können elektrische Kleingeräte über die Sammelcontainer oder bei den monatlichen Wertstoffannahmen abgegeben werden. Die Abgabe von elektrischen Kleingeräten an der Deponie in Wehrden ist freitags (8-17 Uhr) und samstags (8-13 Uhr) möglich.

Ablehnung gegen Atommülllager Würgassen

Atommüll-Zwischenlager Würgassen wird von Politikern abgelehnt

Beverungen/Kreis Höxter. Bei der Podiumsdiskussion am Mittwoch in der Beverungener Stadthalle herrschte Einigkeit: Alle Parteifarben, ob Schwarz, Rot, Grün oder Gelb haben das Ziel, das Atommülllager in Würgassen zu verhindern.

55 Teilnehmer folgten der Einladung der BI Lebenswertes Bördeland und Diemeltal, um ihre Bedenken und Sorgen direkt mit den Kandidaten der NRW-Landtagswahl zu diskutieren. Hubertus Hartmann moderierte die Podiumsdiskussion von. Große Kontroversen blieben bei der Fragerunde an die Kandidaten aber aus: Die Einschätzung einer mangelhaften Standortauswahl ist parteiübergreifend Konsens.

Ergebnis eines politisch motivierten Auswahlverfahrens

BI-Mitglied Edith Götz gab einen kurzen Rückblick über Entscheidungen, die der Projektplanung vorausgegangen waren. Der Standort Würgassen sei als Ergebnis eines politisch motivierten Auswahlverfahrens u.a. durch die Übereinkunft, niedersächsische Standorte nicht weiter durch Atommüll zu belasten, zustande gekommen. Sie erinnerte an die Rolle des niedersächsischen Umweltministeriums beim Bestreben, im Vorfeld ein Bereitstellungslager für Schacht Konrad von der Region Salzgitter und dem Bundesland Niedersachsen „wegzuschieben“. Dass man insbesondere dem niedersächsischen Südkreis Holzminden und der angrenzenden Region, die schon durch das AKW eine große Last getragen habe, nun die Atommüllfässer „über den Zaun werfe“, sei nicht hinnehmbar.

Edith Götz berichtete über aktuelle Entwicklungen. Hubertus Hartmann moderierte die Diskussion. © BI Lebenswertes Bördeland & Diemeltal

Nicht nachvollziehbares Scoring und intransparente Kriterien

Als nicht nachvollziehbar bewertet sie das Scoringverfahren. Dieses hat mit fehlerhaften und intransparenten Kriterien, ohne wissenschaftlichen Review und öffentlichen Diskurs zur Auswahl von Würgassen geführt. Notwendige Kriterien der Entsorgungskommission würden vom Standort Würgassen nicht erfüllt. Andere Kriterien wurden dagegen geändert oder nicht nachvollziehbar gewichtet, um Würgassen dennoch als vermeintlich „besten“ Standort auswählen zu können. Für ein Projekt von derartiger Tragweite habe die Planung nicht genügend Resilienz, wenn bereits kleinste Korrekturen zu vollkommen anderen Ergebnissen führten.

Engagierte Bundestagsmitglieder im Weserbergland

Nora Wieners, Kandidatin der SPD, machte deutlich, dass sie persönlich das Zwischenlager in Würgassen ablehne, und dabei starke Unterstützung in ihrer Partei sehe. „Wir haben engagierte Bundestagsmitglieder im Weserbergland.“ Bedenken wurden von der Bürgerinitative angesichts personeller Verbindungen der BGZ zum Gutachter TÜV Nord und potentieller Interessenkonflikte des niedersächsischen Umweltministeriums als Auftraggeber der Transportstudie geäußert.

Das Logistikgutachten der Länder NRW und Niedersachsen

Das Logistikgutachten wurde von den Ländern NRW und Niedersachsen in Auftrag gegeben. Es soll grundsätzlich klären, ob eine Abwicklung auch ohne Bereitstellungslager denkbar sei. Ein Szenario, das in den Betrachtungen der BGZ bislang ausgeklammert war. Das Ergebnis sehe man laut Ministerien allerdings nicht in Beton gemeißelt, sondern als Diskussionsgrundlage. Die Standortfrage muss gänzlich neu bewertet werden.

Stadthalle Beverungen
Auf dem Foto (v.l.): Rainer Mues, Josef Jacobi, Matthias Goeken (CDU), Nora Wieners (SPD), Uta Lücking (Grüne), Jan Gerrit Möltgen (FDP), Hubertus Hartmann, Edith Götz, Heinrich Wenisch und Karl-Otto Scholz. © BI Lebenswertes Bördeland & Diemeltal

Große Diskussionen wegen der Taktverdichtung

Matthias Goeken sitzt für die CDU im NRW-Landtag in den Ausschüssen für Wirtschaft, Energie und Verkehr. Auch er bekräftigte seine grundsätzlich ablehnende Haltung dem Bereitstellungslager. Er sehe erhebliche Probleme bei der Verkehrsinfrastruktur. „Die Bahnstrecken sollen geeignet sein, aber es gibt schon große Diskussionen wegen der Taktverdichtung.“ Er hält den Standort an der Weser für grundsätzlich ungeeignet. „Aus unternehmerischer Sicht würde niemand am Standort Würgassen ein Logistiklager bauen.“ Zudem sieht er Probleme mit den Baukosten: „Das ist ein Milliardenprojekt.“

Staatssekretäre des Umweltministeriums besuchen Würgassen

Würgassen steht sogar im Landeswahlprogramm der Grünen, machte Uta Lücking klar. Das Thema sei der Partei wichtig. „Wir werden das Standortverfahren kritisch begleiten. Der Schutz der Bevölkerung muss höchste Priorität haben.“  Dazu will die Politikerin der Grünen auch ihre politischen Kontakte in der Partei nutzen, um im Umweltministerium auf die Probleme hinzuweisen. Zwei Staatssekretäre des Bundesumweltministeriums haben ihren Besuch für den 24. Mai am Standort Würgassen angekündigt

Auch aus Sicht von Jan Gerrit Möltgen (FDP) muss die Standortfrage vollkommen neu bewertet werden. „Seit Beginn des Verfahrens wurden von der BGZ schon viele Fehler gemacht“, unterstrich der Borgholzer. Er vertrat den FDP-Landtagskandidaten Friedrich-Wilhelm Hörr auf dem Podium.

Sicherheitsfragen in Zeiten eines Krieges

Die Sicherheitsfrage muss in Zeiten eines Krieges in Europa neu diskutiert werden. Darauf wies Josef Jacobi hin: „Ein zentrales Atommülllager vor Ort – wenn da eine Rakete reingeschossen wird, dann haben wir eine Atombombe“, befürchtet das BI-Vorstandmitglied. Auch die zu erwartenden hohen Transportkosten seien nicht tragbar. Da seien neue, intelligentere Lösungen der Logistik gefragt.

Landtagswahlkampf NRW
Die ablehnende Haltung gegenüber dem Atommülllager Würgassen ist parteiübergreifend. © BI Lebenswertes Bördeland & Diemeltal

Jahrtausendfluten werden zu Jahrzehntfluten“.

Auch die Hochwassergefahr sorgt weiterhin für Bedenken. Nicht zuletzt wegen des immer deutlich sichtbarer werdenden Klimawandels. So werde prognostiziert, dass bis zum Ende des Jahrhunderts durch den Anstieg des Meeres selbst einige Inseln verschwinden werden. „Jahrtausendfluten werden zu Jahrzehntfluten“. Aus dem Publikum kam der Hinweis, dass der Standort „auch mit den bestehenden Hochwasserkarten schon obsolet ist“.

BGZ hat all ihre Glaubwürdigkeit verspielt

Aus dem Zuschauerraum wurde auch auf fehlende Transparenz im Verfahren hingewiesen. Hier habe die BGZ all ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Es bestehe auch die Gefahr, dass ohne Baugenehmigung, die dem Regionalplan widerspreche,gebaut wird und nachträglich die Gesetze passend geändert würden. Wenn politische Entscheidungen so getroffen würden, sei die Demokratie in Gefahr.

Auch das Baurecht spricht gegen Würgassen

Beverungens Bürgermeister Hubertus Grimm griff die Bedenken auf. Er verwies darauf, dass bei der Abwägung der Standorte gravierende Fehler begangen wurden. Die baurechtliche Situation: „Derzeit liegt kein Baurecht vor und die BGZ würde eine Ablehnung vom Kreis Höxter bekommen. Die BGZ ist gar nicht im Verfahren.“ Das ließe sich nur ändern, wenn Gesetze geändert würden oder die Bundesrepublik Deutschland gegen den Kreis Höxter als Planungsbehörde klage. „Und das wäre ein Skandal.“

Blumen für den Garten

Borgentreicher Pflanzenflohmarkt lädt am 23. April zum Steinernen Haus

Borgentreich. Endlich wieder Pflanzenflohmarkt! In den vergangenen zwei Jahren ist der beliebte Borgenteicher Pflanzenflohmarkt aufgrund der Pandemie ausgefallen. In diesem Jahr findet er wieder statt.

Die Tage werden länger, die ersten Blumen sprießen und der Frühling hält Einzug. Das ist die ideale Zeit, um den eigenen Garten oder den Balkon zu pflegen und aus dem Winterschlaf zu holen. Und es ist die ideale Zeit, um sich mit anderen Pflanzenfreunden und Hobbygärtnern am historischen Steinernen Hauses zu treffen und auf dem Pflanzenflohmarkt zu stöbern.

Umfangreiches Wissen und Gartentipps

Am Steinernen Haus, zur Specke 4, in Borgentreich findet am 23. April von 9.00 – 13.00 Uhr wieder der beliebte Pflanzenflohmarkt statt, den die Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal zusammen mit der Landschaftsstation im Kreis Höxter zum 20. Mal ausrichtet. Neben Pflanzen, Samen und Gartenkunst werden jedes Jahr auch viele Gartentipps weitergegeben. Hierzu sind ausschließlich private Pflanzenliebhaber, Hobbygärtner und -künstler aufgerufen, sich mit einem kostenfreien Stand zu beteiligen.

Gartenkunst gab es im Garten am Steinernen Haus zu bewundern.

Viele Aussteller sind bereits seit vielen Jahren auf dem Borgentreicher Pflanzenflohmarkt vertreten. Sie tragen nicht zuletzt mit ihrem umfangreichen Wissen zur Attraktivität des Marktes bei, der sich immer auch als Austauschplattform über das gemeinsame grüne Hobby versteht.

Pflanzenliebhaber, Hobbygärtner und Hobbykünstler

Auch neue Gesichter sind natürlich immer gerne gesehen. Wie in den vergangenen Jahren zählen Hobbykünstler, die mit ihren vielfältigen Holz-, Stein- oder Metallkunstwerken Gärten verschönern, zu den weiteren Attraktionen des Marktes und können sich gerne ebenfalls um die kostenfreien Standplätze bewerben.

Da entlang: Zum Pflanzenflohmarkt der Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal.

Kaffee und Kuchen vom Team des Steinernen Hauses

Für die Verpflegung der Besucher sorgt wie gewohnt das Team des Steinernen Hauses, das auch gerne für Fragen rund um die Aktivitäten der Landschaftsstation und der Bürgerinitiative zur Verfügung steht.

Wer Lust hat sich mit einem eigenen Stand zu beteiligen, kann sich ab sofort bei BI-Mitglied Georg Sandten per E-Mail: sandtenwarburg@web.de um einen der begrenzten Standplätze bewerben.

Hochwasser bedroht geplantes Atommülllager Würgassen

Würgassen/Beverungen. Mit einer Protestaktion hat die Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland & Diemeltal auf die Gefahr von Hochwasser für das geplante Atommüllzwischenlager Würgassen hingewiesen. 40 beleuchte gelbe „Atommüllfässer“ wurden dazu am Bootshaus Beverungen in die Weser gelassen. Auf der Pressekonferenz erläuterten Mitglieder der BI ihre Bedenken am intransparenten Standortauswahlverfahren. Gutachter halten es für rechtswidrig.

Zentrales Atommüllzwischenlager für ganz Deutschland

Das Wasser spritzt und wieder landet ein mit Stein und Lichterkette gefülltes „Atommüllfass“ in der Weser. An langen Schnüren treiben 40 Behälter im Wasser. Heinrich Wenisch von der Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland & Diemeltal hatte die Idee zu dieser Aktion. Sie soll die Gefahr einer Hochwasserflut im Dreiländereck verdeutlichen. Und die Gefahr, die durch ein geplantes Atommüllzwischenlager entstehen könnte. Die BGZ (Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung) plant hier im hochwassergefährdeten Weserbogen bei Würgassen den Bau eines zentralen Atommüllzwischenlagers für radioaktive Abfälle aus ganz Deutschland. Ein Atommüllzwischenlager in einem hochwassergefährdeten Gebiet? Keine gute Idee. Das Weserbergland und die Weserregion bis zur Nordsee sitzen sprichwörtlich mit im Boot.

Risiko für Flut steigt durch Klimawandel

Auf die Hochwassergefahr ging der Geologe und Sachverständige Dr. Claus Schubert aus Hofgeismar bei der Pressekonferenz ein. Die Gefahr einer Hochwasserkatastrophe steige durch die Klimaveränderungen. Im letzten Juli im Ahrtal war zu sehen, was passieren kann. Autos, Brücken und ganze Häuser wurden fortgespült. „Keiner weiß, wann das nächste Weserhochwasser kommt. Das Risiko ist immer vorhanden“, sagte Schubert. Durch Bohrungen sei Hochflutlehm nachgewiesen, was beweise, dass das Wesertal seit Jahrtausenden Überschwemmungsgebiet sei.

Protestaktion der Bürgerinitiative an der Weser.
Mit beleuchteten gelben „Atomfässern“ wiesen Edith Götz und Josef Jacobi auf die Hochwassergefahr in Würgassen hin. © BI Lebenswertes Bördeland & Diemeltal

Salzablagerungen im Untergrund

Zu einem Auswahlverfahren gehört die geologische Untersuchung des Standortes. Das sei im vorliegenden Standortauswahlverfahren nicht ausreichend geschehen. „Risikofaktoren die gegen den Standort Würgassen sprechen, wurden nicht ausreichend gewürdigt“, betonte Dr. Claus Schubert. Als Beispiel nannte er Salzablagerungen im Untergrund. Bei Ausspülungen kann dies Erdfälle zur Folge haben, wie in unmittelbarer Nähe beim Nassen Wolkenbruch bei Trendelburg. Ein Beleg für Salzablagerungen seien die Salzsalinen bei Bad Karlshafen.

Pressekonfernz der BI am Bootshaus Beverungen
Geologe Dr. Claus Schubert erläuterte die Gefahren von Hochwasser und Erdfällen. © BI Lebenswertes Bördeland & Diemeltal

Expertengutachten stellt Rechtswidrigkeit fest

Auf ein Expertengutachten (Rechtsanwalt Siegfried de Witt, Prof. Dr. Karsten Runge) in dem der BGZ beim Auswahlverfahren Rechtswidrigkeit bescheinigt wird, wies Edith Götz hin. „Die intransparente Standortauswahl genauso wie das Scoring der in die Auswahl einbezogenen Flächen erfolgte unter Ausschluss der Öffentlichkeit der betroffenen Kommunen und ohne Diskurs innerhalb der Fachwelt. Eine unabhängige Datenerhebung sowie die Evaluierung des gesamten Auswahlprozesses fand nicht statt. Die nicht nachvollziehbare Auswahl und Gewichtung der Kriterien wurde nicht ausreichend begründet und keinem öffentlichen und fachlichen Review unterzogen,“ erklärte Edith Götz.

Steigende Verkehrsbelastung

Das geplante Atommüllzwischenlager sorgt auch für eine steigende Verkehrsbelastung in der Region. Neben dem zusätzlichen Güterverkehr auf der eingleisigen Strecke zwischen Ottbergen und Göttingen ist mit zusätzlichen LKW-Verkehr zu rechnen. Besonders auf den Zufahrtsstraßen im Solling oder der B 241 vom Autobahnanschluss Warburg nach Lauenförde. „Das Warburger Land und Borgentreich wären direkt betroffen“, sagte Josef Jacobi vom Vorstand der in Borgentreich ansässigen BI. So sei auch das „Nadelöhr“ Dalhausen eine besondere Gefahrenstelle.

Amazon würde hier nie bauen

Dr. Frank Woesthoff (NABU-Bundeskurator) betonte die Transparenz und Sorgfalt, mit der ein Standortauswahlverfahren durchgeführt werden muss. Wichtige Kriterien seien hier einfach beiseite gewischt worden. „Kein Amazon oder Logistiker würde auf die Idee kommen, hier ein Logistikzentrum hinzubauen. Kilometerweit entfernt vom nächsten Autobahnanschluss.“

Hoffen auf die neue Bundesregierung

Die Bürgerinitiative setzt nun auf die Politik. „Wir hoffen, dass mit der neuen Bundesregierung Bewegung in die Sache kommt“, unterstrich Hubertus Hartmann. Dies ist bei den Ländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen bereits der Fall. Ob ein Atommüllager im Wesertal notwendig ist, wollen die beiden Länder jetzt mit einem neuen Gutachten klären. Entsprechende Pläne wurden gerade bekannt gegeben.

Gelbe Fässer treiben in der Weser. Der Arbeitskreis „Würgassen“ der BI Lebenswertes Bördeland & Diemeltal, wies auf die Gefahr durch Hochwasser für das Atommüllzwischenlager Würgassen hin. © BI Lebenswertes Bördeland & Diemeltal

Fotogalerie Aktion Würgassen