Kategorie: Bürgerinitiative

Christoph Reichardt in BI-Vorstand gewählt

Die Mitglieder des neugewählten Vorstands der BI in der    Alten Schule Dalheim.
Der neu gewählte Vorstand der BI Lebenswertes Bördeland und Diemeltal (v.l.): Josef Jacobi, Christoph Reichardt, Huberta Schreier, Rainer Mues (aus Vorstand verabschiedet) und Geschäftsführer Günter Schumacher. Nicht im Bild die ebenfalls gewählten Vorstandsmitglieder Georg Sandten und Nikolaus Krahn. © BI Lebenswertes Bördeland & Diemeltal

Fünf Vorstandsmitglieder führen Verein

Die Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal fand am 26. November in der Alten Schule in Dalheim statt. Auf der Tagesordnung stand diesmal die Neuwahl des Vorstandes.

Aus dem Vorstand verabschiedet wurde Rainer Mues, der in den vergangenen Jahren ein Aktivposten im BI-Vorstand war. Ob bei der Ausstellung „30 Jahre Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal“ im Museum Stern, bei der Organisation des Festes „Buntes Warburg“ oder bei den Feierabendmärkten und Frühstücksmeilen. Rainer Mues war stets mit großem Einsatz zur Stelle. Verbunden mit einem großen Dankeschön überreichte Josef Jacobi ihm einen lecker gefüllten Präsentkorb.

Für Rainer Mues, der nach zehn Jahren im Vorstand nicht erneut kandidierte, wählte die Versammlung Christoph Reichardt in den geschäftsführenden Vorstand. Christoph Reichardt hatte zuvor schon dem erweiterten Vorstand angehört. In den Vorstand wiedergewählt wurden Josef Jacobi, Huberta Schreier, Georg Sandten und Nikolaus Krahn.

Lokale Geschichte, Generationen verbinden, Erneuerbare Energie

Günter Schumacher berichtet vom Zukunftsworkshop der BI am 16. Mai 2025 in der Alten Schule Dalheim. Mit 25 Teilnehmern war der Workshop gut besucht. Moderiert wurde der Workshop von Wiebke Brinkmann-Roitsch von der Regionalbewegung. Die Besucher machten zahlreiche Vorschläge, die den Kategorien Klima- und Umweltschutz, Stadt- und Regionalentwicklung und Kultur zugeordnet wurden.

Als Ergebnis des Workshops ergaben sich schließlich folgende Themen, denen sich die BI zukünftig stärker widmen möchte:

  • Aufarbeitung und Dokumentation der lokalen Geschichte
  • Generationenübergreifende Veranstaltungen
  • Windenergie und Wertschöpfung
Diskussion und Ideenentwicklung beim Zukunftsworkshop der BI. © Günter Schumacher

Rainer Mues stellte die Aktivitäten des Vereins Freunde der jüdischen Synagoge in Borgholz vor. So hat es im Jahr 2025 eine Kunstausstellung mit dem heimischen Künstler Karl Hofeditz gegeben. Weitere Ausstellungen sollen folgen. Im kommenden Jahr plant die BI eine Besichtigung der Borgholzer Synagoge.

Eine kurze Einführung in die Geschichte der Region stellte anschließend Christoph Reichardt vor. Er ging dabei besonders auf den Strukturwandel in den vergangenen 50 Jahren in der Region ein. Dazu bieten sich verschiedene Veranstaltungen an, wie Exkursionen, Ausstellungen, Vorträge und Zeitzeugengespräche. Ein Veranstaltungsprogramm für 2026 soll ausgearbeitet werden.

Feierabendmärkte auch für 2026 geplant

Im Jahr 2025 führte die BI drei Feierabendmärkte und zwei Frühstücksmeilen durch. Alle drei Feierabendmärkte waren in diesem Jahr in der Altstadt (21.05., 02.07., 27.08.). Die ersten zwei Feierabendmärkte wurden von der Stadt Warburg unterstützt.

Die Durchführung des dritten Feierabendmarktes erfolgte, ebenso wie die Frühstücksmeile auf dem Neustadtmarkt (23.08.), im Rahmen der Aktionstage für nachhaltige Ernährung, die von der Rentenbank und der Hansestadt Warburg gefördert wurde. Erstmals führte die BI am 09. August eine Frühstücksmeile im Rahmen des Kälkenfestes in der Warburger Altstadt durch.

Die Feierabendmärkte am 21.05. und 27.08. waren wie gewohnt sehr gut besucht. Es waren jeweils rund 25 Aussteller mit ihren Ständen vertreten. Bei beiden Feierabendmärkten sorgte ein Regenschauer gegen 19 Uhr für eine Abkühlung. Ansonsten kann die BI mit dem Verlauf der beiden Feierabendmärkte sehr zufrieden sein.

Feierabendmarkt mit Musik und geselligem Zusammensein am 27. August in der Warburger Altstadt. © Günter Schumacher

Die Frühstücksmeile in der Warburger Altstadt am Kälkenfestsamstag war außerordentlich gut besucht. Im Vorverkauf wurden bereits 80 Frühstückswertmarken verkauft. Rund 20 Teilnehmer kauften noch eine Karte vor Ort. Die Resonanz aller Teilnehmer war sehr positiv, daher soll es auch im Jahr 2026 eine Frühstücksmeile mit leckeren regionalen Produkten beim Kälkenfest geben. Der Termin für die Frühstücksmeile ist am 15.08.2026.

Die zweite Frühstücksmeile fand in diesem Jahr am 23.08. auf dem Neustadtmarkt statt. Leider regnete es und es war kalt. Am Vortag wurden wegen der Wettervorhersage noch zwei Pavillons angeschafft. Trotz der widrigen Bedingungen waren rund 40 Teilnehmer bei der Frühstücksmeile dabei. Die Teilnehmerzahl bewegt sich in der Höhe der Vorjahre, ist aufgrund des schlechten Wetters als positiv zu bewerten.

Ein Dankeschön geht an die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer bei den Frühstücksmeilen und Feierabendmärkten, ohne die die Veranstaltungen nicht durchgeführt werden könnten. Auch im Jahr 2026 sind wieder Feierabendmärkte in Warburg geplant. Über eine Bewilligung der Förderung entscheidet der Warburger Rat im Februar.

Bio-Brotbox und Netzwerkveranstaltung Dreiländereck

Josef Jacobi berichtete von der Bio-Brotbox-Aktion. Die Bio-Brotbox-Aktion wird bundesweit durchgeführt und weist auf die Bedeutung eines gesunden Frühstücks für den Schulerfolg von Kindern hin. In diesem Jahr besuchte die Bürgerinitiative am 4. September die Grundschulen in Trendelburg und Borgentreich.

Dort verteilt sie 100 mit regionalen Bio-Produkten gefüllte Frühstücksboxen. Gefüllt waren diese mit Bio-Brötchen von der Lebenshilfe in Ottbergen, Bio-Käse vom Biohof Jacobi und Apfel und Möhre vom Biolandhof Engemann. Bei den Kindern kamen der etwas andere Unterricht und die Frühstücksboxen wieder bestens an. Die Bio-Brotbox-Aktion soll auch im Jahr 2026 durchgeführt werden. An welcher Schule das geschieht, wird noch festgelegt.

Günter Schumacher berichtete vom Netzwerktreffen LEADER im Dreiländereck am 03. Dezember. Eingeladen sind die LEADER-Regionen VoglerRegion im Weserbergland, Göttinger Land, Harzweserland, Kassel Land, Südliches Paderborner Land und Kulturland Kreis Höxter. Außerdem sind die 21 Bürgermeister aus dem Dreiländereck und dem Südlichen Paderborner Land eingeladen. Die Veranstaltung unter dem Thema „Jugend bewegt – Zukunftsdialog der Generationen“, wird im Bürgerhaus Helmarshausen durchgeführt.

Podiumsdiskussion zum Thema Jugendliche im ländlichen Raum beim Netzwerktreffen LEADER Dreiländereck in Helmarshausen. © Günter Schumacher

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Pflanzenflohmarkt am 25. April 2026

Als Termin für den Pflanzenflohmarkt 2026 gab Georg Sandten den 25. April 2026 bekannt. Viele Aussteller des Pflanzenflohmarktes sind bereits seit vielen Jahren dabei und kommen immer gern nach Borgentreich. Auch für dieses Jahr hofft die BI auf schönes Wetter und zahlreiche Besucher. Eine weitere Veranstaltung zu Erneuerbaren Energien ist ebenfalls in Planung. Ein Termin steht noch nicht fest.

BI-Vorstand Josef Jacobi feiert 80. Geburtstag

Von Hermann Ludwig

Josef Jacobi begrüßte seine vielen Gäste und blickte auf bewegte 80 Jahre zurück. © Günter Schumacher

Die Küche auf dem Sauerlandshof in Körbecke ist die Herzkammer des Bauernhofs. Hier fühlt sich Biobauer Josef Jacobi, der jetzt seinen 80. Geburtstag feierte, im Kreis von Familie (vier Kinder, fünf Enkel), Freunden, Weggefährten und Mitarbeitern gut aufgehoben.

Am Sonntag wurde der Küchenraum gleichsam erweitert, in der Körbecker Gemeindehalle ließen viele Gäste das Geburtstagskind wie in der guten Bauernhof-Stube hoch leben. Die Oberwälder Musikanten stimmten ein Geburtstagslied an. Ein bunt gemischter Chor ließ das ereignisreiche Leben des streitbaren Urgesteins musikalisch Revue passieren.

Ein Menschenfänger im positiven Sinn

Wie das Leben in einer Bauernhof-Küche pulsiert, ließ Biobauer Matthias Stührwoldt aus dem hohen Norden, bekannt für seine Kolumnen im Bauernblatt, anschaulich vor dem geistigen Auge aufblitzen. Viele pikante Details aus der Stührwoldt-Familienküche in Stolpe, wie die bunt gestopfte Unterwäsche des Altbauern, wurden dabei unterhaltsam offenbar. Was aber in der Bauernhof-Küche der Jacobis diskutiert wird, das hat oftmals weitreichende Wirkung. „Josef ist ein Menschenfänger im positiven Sinn“, führt Sven Mindermann, Geschäftsführer der Landschaftsstation des Kreises Höxter aus. Von hier aus wurden viele Netzwerke gesponnen, um die bäuerliche Landwirtschaft zu stützen. Dabei war es Josef Jacobi immer wichtig, die konventionellen Landwirte und die Biobauern miteinander im Gespräch zu verbinden.

Viel beachtetes Zeichen gegen den Rechtsruck

Dabei kam ihm zugute, dass er in der familiären Folge als Jugendlicher in die CDU eintrat. Früh engagierte er sich in der Jungen Union, war aktiv in der  Landjugend, auch im eher fortgeschrittenen Alter.  In seiner Ausbildung lernte „Joppi“ Jacobi  Mitstreiter kennen, die wir er konservativ im Sinne der Bewahrung der Schöpfung dachten. Ein treuer Freund  aus diesen Tagen ist Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf. Den Landwirt und Politiker aus Spenge hatte Jacobi auf der Landbauschule in Herford kennengelernt.

Während „Graefe“ die agrarpolitischen Themen bei den Bündnisgrünen fachlich versiert vertrat, blieb Josef Jacobi der CDU treu, bis jetzt CDU-Kanzler Friedrich Merz bei einer Abstimmung im Bundestag die AFD-Unterstützung nutzte. „So hat es damals bei Hitler auch angefangen“, setzte er mit seinem Austritt ein viel beachtetes Zeichen gegen den Rechtsruck.

Zahlreiche Gäste gratulierten zum Geburtstag. Darunter auch Eckhard Uhlenberg, Präsident der NRW-Stiftung und ehemaliger NRW-Landwirtschafts- und Umweltminister. Von links: Eckhard Uhlenberg, Heike Schäfer-Jacobi, Josef Jacobi und Hubertus Fehring (ehemaliger MdL). © Günter Schumacher

Ein Pionier des Ökolandbaus in Deutschland

Als der mittlere unter den sieben Geschwistern auf dem elterlichen Sauerlandshof übernahm Josef Jacobi schon früh Verantwortung für den Weiterbestand des traditionsreichen Betriebes. Nach dem Unfalltod des Vaters Anfang der 1970er Jahre wurde er frühzeitig mit 27 Jahren der Bauer auf dem Hof. Als einer der ersten in Deutschland stellt er den Betrieb dann in den frühen 1980er Jahren auf Bio um und gehörte damit zu den Pionieren des Ökolandbaus. Im Fokus stand dabei die Vielfalt der Fruchtfolge und die Wertigkeit der erzeugten Lebensmittel, immer einher gehend mit einer politischen Komponente.

Aktivposten in der Anti-AKW-Bewegung

Im Zusammenhang mit der Anti-AKW-Bewegung war Josef Jacobi frühzeitig aktiv, schließlich war das 1968 erbaute Atomkraftwerk Würgassen nur 13 Kilometer entfernt. Den Verheißungen des Atomzeitalters hat Josef Jacobi nie geglaubt, die Gefährlichkeit und Langzeitfolgen der Atomtechnik waren für ihn offenbar.  Häufig war der Trecker im Einsatz, wenn es Aktionen gegen das AKW Grohnde oder das Atommüll-Endlager  Gorleben gab. Viele Aktionen gegen das AKW in der Nachbarschaft tragen die Handschrift Jacobis, zuletzt der Widerstand gegen das geplante Atommüll-Zwischenlager in Würgassen.

Die Folgen für die Umwelt und die Menschen zu beachten, das war wichtiges Prinzip im Leben. 1981 versuchte die hessische Landesregierung unter Holger Börner, den Bau einer Wiederaufbereitungsanlage (WAA) bei Wethen durchzusetzen. Auch hier gehörte Jacobi zu den engagiertesten Kritikern. Am 19. Juni 1981 sprach er auf dem Gelände, wo sich mehr als  3000 Menschen versammelt hatten, dabei rollten auch 500 Trecker nach Wethen. Die Bürgerinitiative „Lebenswertes Bördeland und Diemeltal“, trug Josef Jacobi von Anfang an mit. Die Verhinderung einer geplanten Giftmülldeponie bei Borgentreich einte ab 1989 viele Naturschützer.

Mitglieder der BI Lebenswertes Bördeland & Diemeltal mit gelben Banner und Aufschrift "Atommüll-Lager-Stoppen" an der Weser.
Im Kampf gegen die Atomkraft seit vielen Jahren immer vorneweg: Josef Jacobi (3. v.r.). © Günter Schumacher

Als AbL-Vorsitzender die Landwirtschaftspolitik mitgestaltet

Die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, das ist Markenzeichen Josef Jacobis. Als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) gestaltete er viele Jahre die Landwirtschaftspolitik mit und stand dabei oftmals gegen die Pläne des Bauernverbandes und damit auch vieler CDU- oder CSU-Agrarminister. Im Fokus war dabei besonders der Milchmarkt, den er konstruktiv mitgestaltete. 1996 gründete er mit anderen streitbaren Milchbauern die Upländer Bauernmolkerei im nordhessischen Willingen und ist von Anbeginn deren Aufsichtsratsvorsitzender.

Zur Hochzeit gab es den ersten eigenen Bio-Käse

Die Milch vom eigenen Hof war dabei auch Keimzelle eines wichtigen Bestandteils des Sauerlandshofes, der Käserei. 1985 kam Heike Schäfer als Praktikantin auf den Hof. „Sie hätte mich wohl  nie geheiratet, wenn ich nicht auf Bio umgestellt hätte“, sagt Josef Jacobi schmunzelnd. Zur Hochzeit im Jahr 1988 gab es den ersten Käse aus eigener Herstellung, der so gut ankam, dass Heike Schäfer-Jacobi diesen Bereich weiter ausbaute. Von der Qualität des Bioland-Käses  konnten sich die vielen Gäste auch beim Büffet überzeugen.

Großes Fachwissen und gutes Miteinander auf dem Hof

 2020 übernahmen Sohn Julius und Schwiegertochter Kate den Hof, der heute spezialisiert ist auf Milchviehhaltung und Saatgutvermehrung. „Ich bin schon früh durch das  politische Engagement meines Vaters geprägt worden“, sagt Hofnachfolger Julius Jacobi, der das  „große Fachwissen“ seines Vaters und das gute Miteinander auf dem Hof zu schätzen weiß. „Ein Streit darf nicht länger als einen Tag dauern“, diese Regel gelte auf dem Sauerlandshof, schließlich ist die konstruktive Kommunikation seit jeher der Kitt der Familie, genau wie die offenen Türen, nicht nur zur Küche.

Josef Jacobi steht vor britischen Panzern in Körbecke.
Panzerblockade: Bis hierher und nicht weiter! Josef Jacobi stoppt 1989 eine Kolonne britischer Panzer in seinem Heimatdorf Körbecke. © Heike Schäfer-Jacobi

Die Panzerblockade von Körbecke

Manchmal kann Josef Jacobi auch hartleibig sein, wie die vielfach erzählte Geschichte mit den Panzern der Engländer in Körbecke unterlegt. Die Manöverschäden auf den Feldern und den Dorfstraßen waren der Bevölkerung ein Dorn im Auge. Bei einem Manöver fuhren die Panzer durch den Ort, wo gerade die Randsteine für die neue Dorfstraße gelegt waren. Jacobi sieht beim Frühstück die nahenden Panzer und stellt sich im Morgennebel auf der noch ungeteerten Straße in den Weg. „Der Panzerfahrer bremst, die Schnauze mit der Kanone wippt, der Koloss steht“, so intonierte der Geburtstags-Chor die Szenerie.  Gattin Heike macht ein Foto, „ein ikonenhaftes Bild“, meint Biobauer Matthias Stührwoldt, „das sogar in unserer WG-Wohnung gehangen hat“. Die Panzerblockade dauert Stunden, ehe die Engländer rückwärts fahrend den Ort verlassen. Widerstand kann sich lohnen, genau wie Küchentisch-Gespräche.

BI lädt Mitglieder und Interessierte zum Workshop ein

Neue Ideen für die Region

Dalheim/Warburger Land. Neue Ideen für das Bördeland und Diemeltal möchte die Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal entwickeln. Dazu lädt die BI alle Mitglieder und Interessierte am 28. Februar zu einem Workshop in die Alte Schule nach Dalheim ein. Beginn ist um 18 Uhr.

Seit 35 Jahren engagiert sich die BI für die Region. Ein Schwerpunkt bildet der Umwelt- und Naturschutz. Auf Initiative der Bürgerinitiative konnte die Landschaftsstation im Steinernen Haus in Borgentreich errichtet werden.

Workshop: Umwelt, Klima, regionale Wirtschaft und Ernährung

Auch die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe ist ein wichtiges Betätigungsfeld. Seit 1998 organisierte die BI den bundesweiten „Tag der Regionen“ und war maßgeblich an der Gründung der Regionalbewegung in Deutschland und NRW beteiligt. Dem Bundesverband gehören heute über 300 Mitglieder und Organisationen an.

Der BI gelang es eine Hausmülldeponie bei Natzungen, eine Giftmülldeponie bei Körbecke und ein Zwischenlager für Atommüll bei Würgassen zu verhindern. Aktuell veranstaltet die BI Feierabendmärkte in Warburg und Aktionswochen für nachhaltige Ernährung.

Mit dem Workshop möchte die Bürgerinitiative ein Angebot machen, eigene Ideen einzubringen und zu diskutieren. Dazu möchte die BI auch die Vereine aus Warburg und der Region ansprechen.

Arbeitskreis Würgassen traf sich in Dalheim

Mitglieder des BI-Arbeitskreis Würgassen vor Wandbild vom Diemeltal.
Der BI-Arbeitskreis „Würgassen“ besuchte die Ausstellung „Naturerlebnis Diemeltal“ in der Alten Schule Dalheim: (von links): Rainer Mues, Heinrich Wenisch, Karl-Otto Scholz, Josef Jacobi, Prof. Dr. Dr. Martin Hörning, Hubertus Hartmann und Edith Götz. © Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland & Diemeltal

Erst kürzlich traf sich der BI-Arbeitskreis Würgassen in Dalheim zu einem Austausch. Der Arbeitskreis bleibt auch nach Verhinderung des Atommüllzwischenlagers Würgassen aktiv. Der Arbeitskreis möchte sich mit der Zukunft des Windenergieausbaus im Kreis Höxter befassen und einen Wildwuchs von Windrädern verhindern.

Die Mitglieder sprechen sich aber grundsätzlich für Erneuerbare Energien aus. Skeptisch sind die Mitglieder des Arbeitskreises einen Energiespeicher in den hochwassergefährdeten Weserbogen am ehemaligen Atomkraftwerk Würgassen zu bauen.

Ausbau der Windenergie mit Augenmaß gefordert

Ein verendeter Rotmilan unter einer Windkraftanlage bei Nieheim-Holzhausen. Für viele gefährdete Vogelarten stellen die Windräder eine tötliche Gefahrenquelle dar. © Frank Grawe

Dalheim. Das Thema Windenergie im Kreis Höxter beschäftigte die Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal auf der Mitgliederversammlung am Mittwoch in der Alten Schule in Dalheim. Frank Grawe, Leiter der Landschaftsstation im Kreis Höxter, bewertete die derzeitigen Planungen aus naturschutzfachlicher Sicht. Er machte deutlich, dass er nicht grundsätzlich gegen Windkraftanlagen ist. Der Ausbau aber mit Augenmaß erfolgen müsse.

Windenergie: Vierfache Leistung des Kernkraftwerks Würgassen

Im Kreis Höxter sind derzeit 177 Windräder im Betrieb. Genehmigt und im Bau befinden sich 128 Windenergieanlagen und beantragt sind 254 Windenergieanlagen. Alle Anlagen zusammen kommen auf eine Leistung von rund 2.800 Megawatt. Das ist etwa die vierfache Leistung des ehemaligen Kernkraftwerks in Würgassen. Dieses leistete 670 Megawatt. Während die bestehenden Anlagen eine durchschnittliche Höhe von 130 Metern haben, beträgt die Höhe der geplanten Anlagen 255 Meter. Die Windräder werden daher im gesamten Kreis weithin sichtbar sein.

Die Hälfte aller Windkraftanlagen in ganz Ostwestfalen

Auf einer Fläche von mindestens 7100 Hektar sind im Kreis Höxter die Hälfte aller Windkraftanlagen in ganz Ostwestfalen geplant. Die Landschaftsstation im Kreis Höxter hat vor Offenlage des Regionalplans für mehrere aus Sicht des Artenschutzes besonders kritischen Stellen eine teilweise Rücknahme oder Verschiebung der Konzentrationszonen angemahnt. „Von diesen wohl begründeten Eingaben ist nichts berücksichtigt worden!“, zeigte sich Frank Grawe enttäuscht.

Abstände zu Naturschutzgebieten oft nur wenige Meter

Die neuen Anlagen haben mit durchschnittlich 255 Metern etwa die doppelte Höhe wie die derzeit bestehenden. „Der Mindestabstand zu Wohngebäuden beträgt teilweise gerade einmal die zweifache Anlagenhöhe, die Abstände zu Naturschutzgebieten, teils mit zahlreichen Individuen kollisionsgefährdeter Vogelarten, betragen oftmals nur wenige Meter!“, machte Frank Grawe deutlich.

Frank Grawe (links), Leiter der Landschaftsstation, referierte bei der Mitgliederversammlung der BI zum Windkraftausbau im Kreis Höxter. Hinten (v.l.) der Vorstand mit Josef Jacobi, Rainer Mues und Huberta Schreier. © Günter Schumacher

Durch die vom Gesetzgeber gewollte Beweislastumkehr (Genehmigungsbehörde hat, anders als bisher, Konflikte zum Beispiel beim Artenschutz nachzuweisen) wurden Hürden für eine Genehmigung auf Kosten zahlreicher Arten deutlich gesenkt. Das bedeutet, dass Genehmigungsbehörden durch jüngst geänderte Gesetze oder neue Gesetzgebungen kaum mehr Möglichkeiten haben, beantragten Anlagen selbst bei großen Konflikten unterschiedlicher Art wie dem Artenschutz, dem Schutz des Menschen und des Landschaftsbilds, die Genehmigung zu versagen.

Wildwuchs von Windrädern im Kreis Höxter verhindern

Dazu kommt: „Dort, wo erst einmal Anlagen stehen, ist nach geltendem Recht der Bau weiterer Anlagen genehmigungstechnisch – sogar außerhalb der festgelegten Konzentrationszonen und Vorrangflächen – leichter möglich“, unterstrich der Leiter der Landschaftsstation. Unter den Mitgliedern folgte eine lebhafte Diskussion über die derzeitige Situation. „Die Bedeutung der Erneuerbaren Energien stellen wir nicht in Frage. Ein völliger Wildwuchs von Windrädern im Kreis Höxter muss aber verhindert werden“, brachte es BI-Vorstand Josef Jacobi auf den Punkt.

Neben der Diskussion über die Windkraft wurde auch wieder von den zahlreichen Aktivitäten der BI im vergangenen Jahr berichtet. Im April veranstaltete die Bürgerinitiative wieder den Borgentreicher Pflanzenflohmarkt am Steinernen Haus. Über 20 Aussteller und zahlreiche Hobbygärtner und Pflanzenfreunde waren dabei.

BI mit Bio-Brotbox-Aktion in Willebadessen und Peckelsheim

Die bundesweite Bio-Brotbox-Aktion wurde auch in diesem Jahr von der Bürgerinitiative unterstützt. Die Verteilung der Frühstücksboxen mit einem gesunden Frühstück aus regionalen Bio-Produkten fand in diesem Jahr an den Grundschulen in Peckelsheim und Willebadessen statt. Insgesamt 100 Kinder freuten sich über die gelben Boxen, gefüllt mit Äpfeln und Möhren vom Biolandhof Engemann, Käse vom Biohof Jacobi und Bio-Brötchen von der Lebenshilfe aus Ottbergen.

Kinder mit gelben Bio-Brotboxen auf dem Pausenhof der Grundschule Willebadessen.
60 Bio-Brotboxen mit einem leckerem regionalen Bio-Frühstück wurden an der Grundschule Willebadessen an die Kinder verteilt. © BI Lebenswertes Bördeland & Diemeltal

In Warburg organisierte die BI in diesem Jahr drei Feierabendmärkte, wobei die Märkte in der Warburger Altstadt stets sehr gut besucht sind. Das Konzept, in entspannter Atmosphäre bei Musik und mit regionalen Produkten und Speisen den Abend zu genießen, kommt an. Auch im kommenden Jahr sind daher wieder drei Feierabendmärkte in Warburg geplant.

Aktionswochen für nachhaltige Ernährung in Warburg

Im September führte die BI die Aktionswochen für nachhaltige Ernährung durch. Neben dem Feierabendmarkt mit Kochaktion organisierte die Bürgerinitiative eine Frühstücksmeile auf dem Warburger Neustadtmarkt, einen Erzeuger-Verbraucher-Dialog im PZ und eine „Tour regional“ durch die Warburger Altstadt. Gefördert wurden die Aktionswochen von der Rentenbank.

Mitgliederversammlung der BI in der Alten Schule Dalheim

Die Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal lädt ihre Mitglieder am Mittwoch, den 20. November 2024, zur Versammlung nach Warburg-Dalheim ein. Beginn der Mitgliederversammlung der BI in der Alten Schule, Zur Diemelmühle 3, ist um 19:00 Uhr.

Umzug vom Steinernen Haus im Juni 2024

Im Juni 2024  ist die Bürgerinitiative vom Steinernen Haus in Borgentreich in die Alte Schule nach Dalheim umgezogen. Vor der Versammlung sind die Mitglieder eingeladen, die neuen Büroräume der BI zu besichtigen. Anschließend wird über die vielfältigen Aktivitäten, wie den  Pflanzenflohmarkt Borgentreich und die Feierabendmärkte mit Aktionswoche für nachhaltige Ernährung in Warburg berichtet.

Tagesordnung Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative 2024.

Vortrag zu geplanten Windenergieanlagen im Kreis Höxter

Die Bio-Brotbox-Aktion führte die BI diesmal an den Grundschulen in Peckelsheim und Willebadessen durch. Mit dem Vortrag „Naturschutzfachliche Bewertung der geplanten Windenergieanlagen im Kreis Höxter“ (Referent Frank Grawe, Leiter der Landschaftsstation) informiert die Bürgerinitiative bei der Mitgliederversammlung der BI über die Folgen des geplanten Windräderausbaus im Kreis Höxter.

Jahreshauptversammung: Vorstand der Bürgerinitiative im Amt bestätigt

Jahreshauptversammlung 2023: Vorstandsmitglieder mit Logo der Bürgerinitiative Boerdeland und Diemeltal.
Vorstand und Mitarbeiter der Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal (von links): Christoph Reichardt, Nikolaus Krahn, Josef Jacobi, Huberta Schreier, Mitarbeiterin Dagmar Gluns, Georg Sandten, Rainer Mues und Geschäftsführer Günter Schumacher.

Bühne. Die Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal (BI) geht mit viel Elan und bewährten Kräften ins neue Jahr 2024. Der bisherige Vorstand wurde im Amt bestätigt und für zwei weitere Jahre gewählt. Das ergab die Jahreshauptversammlung der Bürgerinitiative im Gasthof Dewender in Bühne:

In den fünfköpfigen Vorstand der BI wählte die Versammlung Josef Jacobi (Körbecke), Nikolaus Krahn (Lütgeneder), Rainer Mues, Huberta Schreier und Georg Sandten (alle Warburg). In den erweiterten Vorstand wählten die Anwesenden Christoph Reichardt aus Beverungen.

Nationalpark Egge bei der Jahreshauptversammlung diskutiert

Mit einem Kurzreferat stellte Sven Mindermann das Pro und Kontra eines Nationalparks Egge während der Jahreshauptversamnmlung vor. So unterstreichen Befürworter eines Nationalparks den erhöhten Schutzstatus, die Aufwertung und mögliche Fördergelder, sowie positive Effekte für den Tourismus. Gegner eines Nationalparks Egge sehen hingegen wirtschaftliche Einschränkungen bei Land- und Forstwirtschaft oder erhöhte Verkehrssicherungsmaßnahmen. Auch unter den Mitgliedern wurde kontrovers diskutiert und daher keine Empfehlung gegeben. Jeder soll sich nach bestem Wissen informieren und dann beim Bürgerbegehren für oder gegen einen Nationalpark stimmen.

Sven Mindermann, Geschäftsführer der Landschaftsstation im Kreis Höxter.

Pflanzenflohmarkt und Bio-Brotboxen-Aktion

Im vergangenen Jahr führte die BI wieder zahlreiche Veranstaltungen in der Region durch. Der beliebte Pflanzenflohmarkt in Borgentreich war mit 25 Ausstellern erneut ein voller Erfolg. Anders als in der Vergangenheit fand er in diesem Jahr nicht am Steinernen Haus statt, sondern unter den hohen Bäumen des Borgentreicher Osthagens. Bei allen Beteiligten kam der Standort sehr gut an. Der nächste Pflanzenflohmarkt in Borgentreich findet am 20. April 2024 statt.

Auch im Jahr 2023 beteiligte sich die Bürgerinitiative an der Bio-Brotbox-Aktion, bei der gelbe Frühstücksboxen gefüllt mit einem gesunden regionalen Frühstück an zwei Grundschulen in der Region verteilt wurden. Schüler und Lehrern fanden die Aktion wieder sehr gut. In diesem Jahr verteilte die BI die Bio-Brotboxen in Lauenförde und Dalhausen. Außerdem war die BI mit drei Feierabendmärkten auf der Landesgartenschau Höxter vertreten.

Frühstücksmeile bei Aktionswoche „Warburg isst“

Ganz im Zeichen der Aktionswoche „Warburg isst“ stand der September. Hier wurden ein Erzeuger-Verbraucher-Dialog, ein Feierabendmarkt auf dem Neustadtmarktplatz, eine Frühstücksmeile und eine „Tour regional“ mit regionalen Häppchen und Kultur durchgeführt. Die Resonanz der Teilnehmer war sehr positiv und so wird es auch im Jahr 2024 eine Aktionswoche zur nachhaltigen Ernährung in Warburg geben.

Regionale Frühstücksmeile in Warburg. Auf dem Foto (von links): Huberta Schreier, Günter Schumacher, Dagmar Gluns (alle BI), Bürgermeister Tobias Scherf und Wirtschaftsförderer Sören Spönlein.

Atommüll-Zwischenlager verhindert

Mit viel Energie und zahlreichen Aktionen hat sich der Arbeitskreis Würgassen gegen die Pläne eines Atommüllzwischenlagers an der Weser engagiert. Und der Widerstand hatte Erfolg. Das Bundesumweltministerium in Berlin teilte im Dezember mit, dass die Pläne nicht weiterverfolgt werden. Die Bürgerinitiative freut sich darüber sehr. Es zeigt, dass ihr Wirken auch nach 25 Jahren noch wichtig und notwendig ist.

Umzug nach Eissen

Seit 1999 hat die BI ihr Büro im Steinernen Haus in Borgentreich. Hier wird es im kommenden Jahr eine Veränderung geben. Im März zieht die Bürgerinitiative gemeinsam mit der Regionalbewegung auf das Gelände des ehemaligen Kornhauses in Eissen. Dort soll in den kommenden Jahren ein Wertschöpfungszentrum entstehen.

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2023

Fotos von BI-Veranstaltungen im Jahr 2023.
Am Donnerstag, den 23. November, lädt die BI zur ihrer Jahreshauptversammlung nach Bühne.

Jahreshauptversammlung 2023 im Gasthof Dewender

Die Jahreshauptversammlung der Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal findet in diesem Jahr am Donnerstag, 23. November, um 19 Uhr im Gasthof Dewender in Bühne statt. Damit kehrt die BI ein wenig zu ihren Ursprüngen zurück, denn in Bühne hatte die Bürgerinitiative vor rund 30 Jahren ihr erstes Büro. Auf der Tagesordnung steht diesmal die Wahl des Vorstandes. Außerdem informiert die BI über das Für und Wieder eines Nationalparks Egge.

Die Tagesordnung der Jahreshauptversammlung 2023.
Bei der Jahreshauptversammlung wird über die Aktivitäten im vergangenen Jahr berichtet.

Warburger Aktionstage zum Thema nachhaltige Ernährung

In diesem Jahr veranstaltete die Bürgerinitiative die Warburger Aktionstage rund um das Thema nachhaltige Ernährung. Dabei organisierte die BI in Warburg einen Erzeuger-Verbraucher-Dialog, einen Feierabendmarkt auf dem Neustadtmarktplatz, eine Frühstücksmeile und eine „Tour regional“. Hier probierten die Teilnehmer regionale Produkte an besonderen Orten. Alle Veranstaltungen kamen bei den Gästen sehr gut an, so dass es auch im Jahr 2024 wieder heißen kann: „Warburg isst“. Möglich wurden die Veranstaltungen durch eine Förderung der Rentenbank und die Unterstützung der Hansestadt Warburg.

Feierabendmärkte auf der Landesgartenschau Höxter

Im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes veranstaltete die Bürgerinitiative von Juli bis September bei der Landesgartenschau Höxter drei Feierabendmärkte auf dem Weserfestplatz im Weserbogen. Obwohl das Wetter zwei Mal nicht das beste war, zogen die Feierabendmärkte zahlreiche Besucher an. So gelang es der BI auf die Vorteile regionaler Produkte hinzuweisen und Interessierte über die Feierabendmärkte im Kreis Höxter zu informieren. Am Infostand der BI machte die BI auch ihren Widerstand gegen ein geplantes Atommüllzwischenlager deutlich und erhielt von den Besuchern viel Zuspruch.

Feierabendmarkt in der Warburger Altstadt

Feierabendmärkte finden bereits seit dem Jahr 2018 in der Warburger Altstadt statt und sind mittlerweile fest im Veranstaltungskalender der Hansestadt etabliert. Auch in diesem Jahr organisierte die BI im Mai und Juni zwei wieder gut besuchte Märkte. Das Musikprogramm gestalteten dabei Dieter Schreier mit der Band Rainbow, die Musikschule Warburg und der bekannte Pianist Aeham Ahmad.

Einladung zur Mitgliederversammlung am 30. November 2022

Liebe Mitglieder,

das Jahr neigt sich langsam dem Ende entgegen. Wir laden daher alle Mitglieder zur diesjährigen Mitgliederversammlung ein.

Einladung zur Mitgliederversammlung
Die Bürgerinitiative „Lebenswertes Bördeland & Diemeltal“ lädt zur Jahreshauptversammlung 2022 in die „Rosbacher Stuben“ nach Rösebeck ein.

Mitgliederversammlung in Rösebeck

Auch in diesem Jahr konnten wir erneut einige Veranstaltungen durchführen. So fand der beliebte Pflanzenflohmarkt rund ums Steinerne Haus in Borgentreich nach zweijähriger Pause wieder statt. Der „Arbeitskreis Würgassen“ organisierte einige Protestaktionen rund um das „Atommüll-Zwischenlager Würgassen“, unter anderem eine Podiumsdiskussion in der Stadthalle Beverungen.

Abgeschlossen wurde in diesem Jahr das LEADER-Projekt „Kulturland isst“ bei dem in den vergangenen zwei Jahren Feierabendmärkte in Warburg, Beverungen und Brakel durchgeführt wurden. Die Feierabendmärkte wurden bei einem Wettbewerb der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) als eines von 24 vorbildlichen Klimaschutzprojekten in Deutschland ausgewählt. Eine Broschüre zur Einrichtung von Feierabendmärkten kann online per Download herunter geladen werden.

Jahreshauptversammlung der Bürgerinitiative in Rösebeck
Die Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal lädt alle Mitglieder zur Mitgliederversammlung 2022 nach Rösebeck ein.

Gastvortrag zur „Energiekrise“

Da das Thema Energiekosten viele Mitglieder bewegt, wird es bei der Mitgliederversammlung einen Gastvortrag „Energiekrise“ – Was können wir Verbraucherinnen und Verbraucher jetzt tun? geben. Referent ist Geschäftsführer Stefan Wagner-Schlee von den BeSte Stadtwerken.

Einen Rückblick über unsere Aktivitäten in 2022 sowie viele weitere Themen werden wir auf der Mitgliederversammlung besprechen. In diesem Jahr findet sie am Mittwoch, 30.11.2022  um 19:00 Uhr im Landgasthof „Rosbacher Stuben“ in Rösebeck statt.

Nähere Infos können Sie der Einladung im Anhang entnehmen. Wir freuen uns über Ihr Erscheinen.

Atommüll-Lager stoppen!

Atommülllager stoppen
Der „Arbeitskreis Würgassen“ organisierte eine Aktion an der Weser und eine Podiumsdiskussion zur Landtagswahl NRW. Die Bürgerinitiatve Lebenswertes Bördeland & Diemeltal lehnt ein geplantes „Bereitstellungslager Würgassen“ an der Weser ab.

BI lädt zur Jahreshauptversammlung am 10. November ein

BI Lebenswertes Bördeland hat trotz Einschränkungen durch Corona im Jahr 2021 viel bewegt – im nächsten Jahr werden noch mehr Projekte angegangen

Im Jahr 2020 musste die Jahreshauptversammlung der BI Corona-bedingt ausfallen. Umso mehr zu berichten, diskutieren und entscheiden gibt es bei der diesjährigen Mitgliederversammlung. Der BI-Vorstand lädt dazu am Mittwoch, 10. November 2021, ab 19 Uhr ins Pilsstübchen Eschenberg in Natzungen ein.
Das wichtigste direkt vorweg: Alle anwesenden Mitglieder stehen dieses Jahr wieder einmal vor der wichtigen Aufgabe, einen neuen Vorstand zu wählen.

Feierabendmärkte konnten trotz Corona stattfinden

Doch nicht nur das, die Tagesordnung ist mit zwei Gastvorträgen und Berichten aus nun zwei Jahren Geschäftsstellenbetrieb gut gefüllt. Zwar konnten 2020 und 21 nicht alle „traditionellen“ Veranstaltungen der BI durchgeführt werden. So müssen zum Beispiel der beliebte Pflanzenflohmarkt und die Bio-Brotbox-Aktion in den umliegenden Grundschulen auf ein Revival im nächsten Jahr hoffen. Doch mit der Expansion der Feierabendmärkte konnten in diesem und dem vergangenen Jahr gelungene Akzente gesetzt werden. Nachdem in Warburg die Feierabendmärkte seit nun vier Jahren fester Bestandteil des Jahresprogramms sind, haben auch Brakel und Beverungen die abendlichen Märkte mit Charme in diesem Jahr wiederholt und wollen sie weiter fortführen. Schöne Gelegenheiten für die BI, in der Region sichtbar zu sein und präsent zu bleiben.

Zwei Gastvorträge geben Einblick in Geschehnisse aus der Region

Mit einem Gastvortrag zum Bio-Wertschöpfungszentrum in Eissen bringen Brigitte Hilcher (Landesverband der Regionalbewegung NRW) und Klaus Engemann (Biohof Engemann) eine neue Idee für regionale Versorgung mit Bio-Lebensmitteln in die Runde. Welche Entwicklungen sich daraus für die Region ergeben könnten gilt es zu erörtern. Gerade vor dem Hintergrund, dass der Kreis Höxter nun auch Ökomodellregion ist, ein spannendes Thema.
Viele Mitglieder sind sicher auch gespannt, wie der Stand der Planungen zum Atommüllzwischenlager in Würgassen aussieht. Mit eindrucksvollen Aktionen vor Ort, wie der Rollrasen-Demo, hat die BI dieses Jahr ihre Forderung nach der versprochenen Grünen Wiese auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerkes unterstrichen. Es hat sich aus den Reihen der BI ein Arbeitskreis Würgassen gebildet und Edith Götz wird hieraus die neuesten Erkenntnisse darstellen.

Der Vorstand freut sich darauf, zusammen mit möglichst vielen Mitgliedern die zukünftigen Entwicklungen des Vereins bei der Jahreshauptversammlung der BI zu gestalten.

Die Tagesordnung und weitere Infos gibt es in der Einladung zur Jahreshauptversammlung.

Ausstellung „30 Jahre Bürgerinitiative“ im Museum Stern endet

Kabarettist Udo Reineke blickt humorvoll zurück

Aktuell läuft eine Ausstellung im Warburger Museum im „Stern“ über die 30-jährige Geschichte der Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland & Diemeltal. Die Ausstellung endet am Sonntag, den 20.Oktober. Für die Finissage hat sich die BI noch ein besonderes Schmankerl ausgedacht und den Nörder Kabarettisten Udo Reineke eingeladen. Udo Reineke steht über seine Solo-Auftritte und als Mitglied der „Präservativen Liste“ seit langem für ein Stück regionaler Kultur im Bördeland und Diemeltal. Der selbsternannte Landsatiriker blickt inzwischen ebenfalls auf eine über 30-jährige Geschichte zurück. Er war zusammen mit seinen Mitstreitern des Öfteren auch Wegbegleiter der Bürgerinitiative. Bei deren Veranstaltungen nahm er die BI-Aktivitäten in der Region kritisch humorvoll aufs Korn.

Zur Abschlussveranstaltung lädt die BI ihre Mitglieder, Wegbegleiter und sonstige Interessierte ganz herzlich am Sonntag, den 20. Oktober um 15.00 Uhr in das Museum im „Stern“, Sternstraße 35 nach Warburg ein. Ein Eintritt wird nicht erhoben.

Josef Jacobi mit Erinnerungen und Anekdoten

Ein weiteres bekanntes Gesicht der Region ist Josef Jacobi. Der Körbecker Biobauer gilt als Urvater und Motor der Bürgerinitiative. Er hat die Entwicklung der BI in den letzten 30 Jahre maßgeblich geprägt. Zahlreiche Projekte und Veranstaltungen hat er nicht nur mit angestoßen, sondern deren Umsetzung auch vorangetrieben.

Rund um den Auftritt von Udo Reineke wird Josef Jacobi Eckpunkte aus der 30-jährigen BI-Geschichte in Erinnerung rufen und auch einige Anekdoten aus dieser Zeit preisgeben.

Beverunger Gymnasiasten stellen Projektarbeit vor

Und wie nimmt die junge Generation die Bürgerinitiative wahr? Passend zum Jubiläum haben sich in diesem Jahr Schülerinnen des Gymnasiums Beverungen im Rahmen einer Projektarbeit zum „Schülerwettbewerb Geschichte“ mit der 30-jährigen BI-Geschichte auseinandergesetzt. Unter dem Titel „Aufbruch in der Börde: Eine Region denkt um –  Eine Bürgerinitiative als Motor ökologischer Umbrüche“ – ist dabei ein Kurzfilm entstanden, der zur Einführung auf der Finissage gezeigt wird.

Die Besucher haben am 20. Oktober ein letztes Mal die Gelegenheit einen Streifzug durch die Fotoausstellung zu unternehmen. Sie bietet neben Erinnerungen garantiert auch einige Überraschungen.